Vortrag von Prof. Dr. Dirk Jäger, Nationales Centrum für Tumorerkrankungen und Deutsches Krebsforschungszentrum, im Rahmen der Vortragsreihe „Krebsforschung aktuell“ am 21.03.2014

Körperzellen, die ihre Aufgabe erfüllt haben, im Laufe der Embryonalentwicklung überflüssig geworden sind oder Fehler im Erbgut aufweisen, werden in den programmierten Zelltod getrieben. In Krebszellen sind häufig genau die Gene geschädigt, die zum Auslösen des programmierten Zelltods — auch Apoptose genannt — notwendig sind. Die Folge: Krebszellen sind unsterblich oder zumindest resistent gegenüber gängigen Krebsmedikamenten. In manchen Krebszellen bewirkt der Todesrezeptor an der Zelloberfläche sogar das genaue Gegenteil, wenn er stimuliert wird: Er regt die Zellen erst recht dazu an, invasiv ins umliegende Gewebe einzuwachsen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler versuchen, dieses Wissen gezielt für neue Krebsmedikamente zu nutzen.