Richtig durch die Fastenzeit

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

genau zum Beginn der „Fastenzeit“ haben wir den Rundbrief nicht geschafft, aber dennoch ein paar Gedanken und Tipps dazu aus unserer Praxis.

Überall ist natürlich in dieser Zeit über das Fasten viel zu lesen und gottseidank wird die Sinnhaftigkeit geringerer Nahrungsaufnahme zu bestimmten Zeiten oder in bestimmten Situationen auch wissenschaftlich nicht mehr bestritten.

Noch vor weniger als 10 Jahren hieß es häufig,, es gäbe „…keine „Entschlackung“, wo sollen denn die Schlacken überhaupt sein, das ist alles Unsinn“. Heute wissen wir, dass die Schlacken sich in den Zellen befinden und dort für allerlei Unfug und Ungleichgewicht sorgen können. Viele Ärzte haben dem Fasten sogar mehr Schaden als Nutzen zugesprochen. Natürlich, auch das kann durchaus sein, denn in bestimmten Lebensphasen, bei verschiedenen Erkrankungen oder in psychisch sehr instabilen Situationen muss genau überlegt sein, ob reines Fasten ein guter Plan ist. Im gesunden Zustand präventiv zu fasten ist niemals schädlich, wenn man gut aufgeklärt ist, wie richtiges Fasten funktioniert und man nicht einfach nur „nichts mehr isst“. Eine gute Begleitung zur Entgiftung, Unterstützung der Leber, ausreichend Ruhe, richtiges Abführen etc. sind unabdingbar.
Über das Fasten selbst muss hier nicht ausführlich gesprochen werden; darüber gibt es zu den unterschiedlichen Fastenvarianten ausführliche Informationen in zahlreichen Büchern, im Internet, über Fernsehsendungen und Zeitschriften.

Aber ein paar Gedanken dazu lohnen vielleicht doch:

Das Fasten zu dieser Jahreszeit gibt es seit vielen hunderten von Jahren, ja Jahrtausenden. Aber nicht, weil wir – wie heute so oft – das ganze Jahr zu viel aßen sondern weil es zu dieser Jahreszeit einfach kaum mehr etwas gab. Die Vorräte waren fast aufgebraucht, die Natur aber noch im Winterschlaf gab kaum etwas her. Also, hieß es Ruhe geben, damit nicht zu viel Energie verbraucht wurde (!) und von dem wenigen zu zehren, was noch da war. Der Stoffwechsel fährt herunter, Reserven werden aufgebraucht. Das ist in unserer Zeit sehr von Vorteil, damals hat es sicherlich häufig auch zu Mängeln und großer Schwäche geführt, die vor allem die Stärkeren (also auch „Dickeren“(!) überlebt haben und die, welche eine ausreichende und kluge Vorratshaltung hatten oder sich über die Jagd noch mit Fleisch versorgen konnten. Unser Körper hat evolutionär die Aufgabe für schlechte Zeiten zu speichern, was auch sehr klug ist. Heute aber kennen wir hier kaum mehr Mangel und so wird aus dem eigentlich wichtigen Speichern dann Verdruss (Kalorien zählen, Diäten, ständiges wiegen…) und Übergewicht.

Wir fasten nicht aus Not sondern aus dem Überfluss heraus. Eigentlich eine verrückte Sache – sich krank zu essen und dann gesund zu fasten. Klingt nicht sehr nach Gleichgewicht und wir muten damit unserem Körper oft ganz schön viel zu.

Und das ist ein interessanter Gedanke. Denn würden wir wieder jahreszeitlicher leben, das essen, was unsere Region, unser Land zu jeder Jahreszeit für uns bereit hält, bräuchten wir nicht zu fasten. Denn zum einen ist die Menge sowie auch die Vielfalt begrenzt und wir würden automatisch zum sog. „intermittierenden fasten“ kommen und auch zu einem viel ökologischeren Lebensstil. Gewichtsprobleme gäbe es dann weitgehend nicht mehrJ
Was würde das heißen: Wir essen nur 2-3x tgl., halten eine Nahrungskarenz von mind. 4 Stunden von Mahlzeit zu Mahlzeit ein und von abends zu morgens ungefähr 14 Stunden.

Dieses intermittierende fasten wird heute von Ernährungswissenschaftlern und Ernährungsmedizinern als optimal angesehen, passt aber meist nicht zu unserem Lebensstil, der immer gerne alles und zu jeder Zeit und in jeder Menge zur Verfügung haben möchte, natürlich auch unterwegs „to Go“ . Häufig hilft uns das essen auch runter zu kommen von Stress, Frust, Einsamkeit, Angst…, leider meist nur sehr kurzfristig, wenig wirksam und nicht nachhaltig. Wie schwer es dann oft ist, überflüssige Pfunde wieder zu verlieren wissen Viele von uns aus leidvoller Erfahrung.

Wenn wir jetzt aus dieser Erkenntnis kein Dogma machen, sondern es als Impuls und Anregung verstehen, könnte das ein großer Schritt in Richtung mehr Gesundheit und Wohlgefühl sein und die Ressourcen unserer Erde schonen. Nicht auf der Strecke bleiben muss ja die Fülle und Lebensfreude, die Freude daran, mehr Abwechslung zu haben, bei Festen und beispielsweise, am Wochenende mal mehr oder anderes zu essen, wenn wir eingeladen sind, wenn wir im Urlaub sind, Leckeres mit anderen zu teilen, gemeinsam zu kochen. Dann sollten wir uns glücklich schätzen in dieser Zeit zu leben und so viele wunderbare Lebensmittel zur Verfügung zu haben.

Das Geheimnis liegt in der Balance, die wir in der heutigen Zeit nur schwer aufrecht halten können – zwischen Ruhe und Stress, zwischen Anspannung und Entspannung, zwischen Schlafen und wach sein, Freude und Frust, Geben und Nehmen, Angst und Hoffnung, Mut und Verzagtheit und eben zwischen ausreichend und zu viel in jeder Hinsicht.
Immer mehr anzusammeln, ob in Form von Nahrung oder Dingen, und dann wieder aus diesem Überfluss heraus für ein paar Wochen etwas wegzulassen um uns, gesundheitlich oder moralisch besser zu fühlen – eine eigenartige Geschichte…

Wenn Sie derzeit fasten oder reduziert essen oder sich einfach nur Gutes tun wollen, dann ist dafür die beste Unterstützung ein Aderlass nach Hildegard von Bingen. Es ist ein bluthygienisches Verfahren zur Entgiftung, Stärkung und Regulierung der Körperfunktionen. Der Aderlass ist eine entlastende und regenerierende Vorsorgemaßnahme, die 2x jährlich „genossen“ großartig ist. Der Hildegard Aderlass findet immer die ersten 6 Tage nach Vollmond morgens nüchtern statt. Die nächste Möglichkeit in der Praxis ist vom 05.-08. März 2018, im April vom 02. Bis 05.04. Infos gerne über die Praxis erfragen.

Wunderbar in dieser Zeit als stärkendes, wärmendes und schützendes Getränk ist die „Curcuma Milch“. Sie überflutet den Körper mit Antioxidantien, ist reinigend, energetisierend, entzündungshemmend und zaubert ein Lächeln ins Gesicht. Danach fühlt man sich im wahrsten Sinne des Wortes „gewappnet“.

So geht’s für zwei Gläser:

 

– Ein ca. 2 cm großes Stück Curcumawurzel mit Schale, gibt’s im Bioladen (oder notfalls 1 EL bio Curcumapulver)
– Frisch geriebener Ingwer – Menge nach Geschmack
– 1 Prise Muskat
– ½ TL Zimt
– etwas gemahlener Pfeffer
– 1 guter TL Kokosöl
– wer mag, noch ein TL Nussmus nach Geschmack
alles zusammen mit 350 ml Pflanzenmilch (Hirse-, Hafer-, Dinkel-, Kokos-, Vollreis-, Hanf-, Buchweizen-, Macadamiamilch) mixen, erwärmen und genießen. Wer Pflanzenmilch gar nicht mag mixt es einfach mit Wasser und gibt einen guten Schuss Sahne dazu. Gerne auch abseihen, wenn die evtl. noch vorhandenen kleinen Stückchen der Curcumawurzel Sie stören.

Und hier ein Buchtipp zu einem ganz anderen Thema: Der Pille.

„Freiheit von der Pille“ von Sabine Kray ist ein unglaublich informatives, sachliches, gut recherchiertes und knackiges Büchlein zum Thema Pille, medizinisch und soziokulturell. Jede junge Frau, jede Mutter, Schwester, Tante, Oma und vor allem auch die Männer all dieser Frauen sollten dieses kleine Buch lesen. Es ist keine Hassschrift gegen die Pille, aber trotzdem ist es sicher schwerer, nach der Lektüre tgl. seine Pille (gilt natürlich auch für Hormonspirale, Stäbchen, Nuvaring…) aus dem Blister zu drücken und zu schlucken, die Tochter zur Einnahme der Pille zu motivieren, es als selbstverständlich anzusehen, wenn die Freundin, Lebensgefährtin oder Ehefrau die Pille schluckt. Also, wer sich dem nicht aussetzen will, sollte es nicht lesen. Wer es tut, wird sicher froh sein über die Erkenntnisse daraus.

– Gibt es hier

 

Kommen Sie noch gut über den Winter, genießen Sie die Ruhe dieser Zeit und bleiben Sie gesund!
„Es ist verrückt, die Dinge immer gleich zu machen und dabei auf andere Ergebnisse zu hoffen“. (Albert Einstein)
In diesem Sinne – haben Sie Mut zu Veränderungen!

Ihr Praxisteam

Gentherapie – Hoffnung auf Heilung

Eine Studie aus den USA sorgt für Aufsehen.

Viele Patienten konnten durch Gentherapie von Leukämie geheilt werden. Aber wie funktioniert dieses Verfahren? odysso erklärt, wie genau die Therapie im Körper wirkt und ob möglicherweise Risiken und Folgen beim Eingreifen in die menschliche Erbinformation bestehen.

Die Gentherapie können Sie bei uns bestellen.

Zelltod und Krebs: Mit den Waffen des Immunsystems

Vortrag von Prof. Dr. Dirk Jäger, Nationales Centrum für Tumorerkrankungen und Deutsches Krebsforschungszentrum, im Rahmen der Vortragsreihe „Krebsforschung aktuell“ am 21.03.2014

Körperzellen, die ihre Aufgabe erfüllt haben, im Laufe der Embryonalentwicklung überflüssig geworden sind oder Fehler im Erbgut aufweisen, werden in den programmierten Zelltod getrieben. In Krebszellen sind häufig genau die Gene geschädigt, die zum Auslösen des programmierten Zelltods — auch Apoptose genannt — notwendig sind. Die Folge: Krebszellen sind unsterblich oder zumindest resistent gegenüber gängigen Krebsmedikamenten. In manchen Krebszellen bewirkt der Todesrezeptor an der Zelloberfläche sogar das genaue Gegenteil, wenn er stimuliert wird: Er regt die Zellen erst recht dazu an, invasiv ins umliegende Gewebe einzuwachsen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler versuchen, dieses Wissen gezielt für neue Krebsmedikamente zu nutzen.

Hilft die Immuntherapie gegen Krebs?

Den Krebs besiegen – diese Hoffnung weckt die sogenannte Immuntherapie. Sie aktiviert das körpereigene Immunsystem, mit teilweise schon großartigen Erfolgen. Wie funktioniert die Behandlung und wie entsteht eigentlich Krebs im Körper?

Autor: Herbert Hackl. / Youtube

 

 

Wie die Immuntherapie mit Antikörpern funktioniert

Bislang kämpfen Ärzte mit Operationen, Chemotherapie und Bestrahlung gegen Krebs. Die Immuntherapie wird bisher in Studien und in besonders schweren Fällen eingesetzt. Im Idealfall aktiviert sie das körpereigene Immunsystem, aber es gibt auch Haken.

Autor: Herbert Hackl.