Hyper T/NK Zelltherapie

Hintergrund

In einer früheren Studie wurden Tumor-infiltrierende Lymphozyten (TIL) als wirksam für fortgeschrittene Krebspatienten in der experimentellen und klinischen Forschung beschrieben1,2. TIL erkennen spezifische Antigene, die von autologen Tumorzellen exprimiert werden. Diese spezifische Antigenwirkung ist allerdings zu klein, um von therapeutischem Nutzen zu sein.  Um dieses Problem zu lösen, haben Sekine et al. ein mögliches Verfahren entwickelt, um eine große Anzahl von aktivierten oder effektiven T-Lymphozyten zu erreichen 3,4. Durch die Kultivierung von peripheren Blutlymphozyten mit immobilisierten anti-CD3-monoklonalen Antikörpern und menschliches rekombinantes Interleukin-2 wird eine rasche und massive Proliferation von T-Lymphozyten induziert und ihre zytotoxische Aktivität verstärkt. Die Verabreichung dieser aktivierten TILs zeigte eine signifikante klinische Aktivitätssteigerung bei Patienten mit mehreren Krebsarten, und gilt damit als wirksame Adoptivimmuntherapie.

Auf der Basis dieser Techniken wurde entwickelt verbesserte Kultivierung mit autologem Plasma von Patienten, die spezifische Antikörper für Membranantigene von natürlichen Killerzellen (NK) besitzen. Kurz gesagt werden periphere Blutlymphozyten mit immobilisierten anti-CD3-monoklonalen Antikörpern und humanem rekombinanten Interleukin-2 nach dem Sekine-Verfahren kultiviert, wobei mehrere Matrixproteine ​​wie Fibronektin im Plasma oder immobilisierte monoklonale Antikörper wie CD161 für NK-Zellen hinzugefügt werden 5. Dieses verbesserte Kultivierungsverfahren wird nicht nur zur Gewinnung der oben beschriebenen aktivierten T-Lymphozyten genutzt, sondern auch zur Herstellung von Hyper-T-Zellen und NK-Zellen. Hyper-T-Zellen, ein von uns geprägter Begriff, sind einzigartige und noch nicht reife multipotente T-Zellen mit verschiedenen Fähigkeiten. Sie nehmen allerdings mit zunehmendem Alter ab. Insbesondere ist ein signifikanter Rückgang der Anzahl bei Altersgruppen über 50 Jahren zu beobachten. Hyper-T-Zellen weisen eine breitere spezifische Antigenwirkung für Antigene, die von autologen Tumorzellen exprimiert werden, auf, besitzen eine hohe Proliferationsfähigkeit und erhalten ihre Aktivität für lange Zeiträume in-vivo 6. Daher verspricht der Ausbau von Hyper-T-Zellen, ein geeigneter und wichtiger Faktor für die adoptive Immuntherapie gegen Krebs zu sein. NK-Zellen stellen eine einzigartige Untergruppe von Lymphozyten dar, die sich allerdings von T-Lymphozyten unterscheiden. Sie tragen wesentlich zum Immunsystem bei, da Sie eine antimikrobielle und antitumoröse-Immunität gegen Krebs oder virale Infektionen gewährleisten, ohne die Notwendigkeit einer vorherigen Immunsensibilisierung des Wirts 7. Auch NK-Zellen wirken damit als vielversprechende Faktoren für eine adoptive Immuntherapie gegen Krebs.

Bei der entwickelten Methode zur Kultivierung von T-Lymphozyten, Hyper-T-Zellen und NK-Zellen werden drei Zellen gleichzeitig kultiviert. Die separate Einzelkultivierung jeder Zelle wurde bisher mittels verschiedener Verfahren gewährleistet. Allerdings weisen diese Kultivierungsmethoden viele Probleme in Bezug auf Kosten, Komplexität und Sicherheit auf und verwenden Materialien tierischen oder allogenen menschlichen Ursprungs, wie menschliches Serumalbumin. Trotz dieser Schwierigkeiten etablierten sich die herkömmlichen Kultivierungsmethoden in der Allgemeinmedizin aufgrund ihrer effektiven Wirksamkeit. Um diesen Hindernissen zu umgehen, entwickelten wir eine einfache Methode zur simultanen Kultivierung der T-Lymphozyten, Hyper-T-Zellen und NK-Zellen. Die Verwendung von Materialien nicht menschlichen und nicht tierischen Ursprungs ist insbesondere für die Kultivierung einer für Krebspatienten konzipierten Immuntherapie wichtig. Obwohl sich jede Zelle als wirksam in der medizinischen Behandlung gegen Krebs erwiesen hat, werden auch viele Probleme ignoriert. Zum Beispiel besteht ein allgemeiner Konsens darüber, dass NK-Zellen Schwierigkeiten damit haben, das Tumorgewebe für die Größe zu durchdringen. Es ist notwendig, dass die NK-Zellen ein Tumorgewebe angreifen, nachdem dieses durch die T-Lymphozyten und Hyper-T-Lymphozyten verkleinert worden ist. Eine solche Strategie macht sie effektiver und damit zu einer sinnvollen Immuntherapie. Die Kombination dieser drei Immunzellen wirkt synergistisch und überwindet damit die Schwäche der einzelnen Zellen.

Die Kombinationstherapie mit systemisch verabreichten T-Lymphozyten, Hyper-T-Zellen und NK-Zellen zeigte bei klinischen Studien mit mehr als 100 Fällen eine signifikante klinische Aktivitätssteigerung von Krebspatienten. Der mittlere Ausdehnungsindex der gezüchteten T-Lymphozyten, Hyper-T-Zellen und NK-Zellen betrug bei einer Kultivierungsdauer von 14 Tagen etwa den 2500-fachen Faktor. Nebenwirkungen, die mit dieser Therapie assoziiert werden, wurden nur in seltenen Fällen beobachtet. Diese Methode kann für viele Patienten von Nutzen sein und ist eine vielversprechende Immuntherapie. Wir erwarten, dass die beschriebene Immuntherapie eine zentrale Rolle bei zukünftigen Therapien gegen bestimmte menschliche Krebsarten spielen wird, sowohl allein als auch in Kombination mit anderen Therapien wie GCMAF oder der Hyperthermiebehandlung.

Das Wachstumsverhalten von peripheren Blutlymphozyten für repräsentative Krebspatienten. Periphere Blutlymphozyten wurden in Gefäßen, die mit anti-CD3 oder anti-CD161-monoklonalen Antikörpern versehen wurden, kultiviert. Auch das Plasma der Patienten wurde für 7 Tage zusammen mit humanem rekombinantem Interleukin-2 im Basalmedium kultiviert, gefolgt von einer 14 tägigen Kultivierungsdauer in unbehandelten Zuchtschalen. Die Zellzahlen wurden für 3, 7, 10 und 14 Tage gezählt.

Verweisende Literaturliste

  1. Rosenberg, S.A. et al. A new approach to the adoptive immunotherapy of cancer with tumor-infiltrating lymphocytes. Science 233, 1318-1321 (1986).
  2. Rosenberg, S.A. et al. A progress report on the treatment of 157 patients with advanced cancer using lymphokine-activated killer cells and interleukin-2 or high-dose interleukin-2 alone. N. Eng. J. Med. 316, 889-897 (1987).
  3. Yamazaki, T. et al. Characterization of immobilized anti-CD3 antibody activated T lymphocytes for use in adoptive immunotherapy of patients with brain tumors. NEUROL Med. Chir. (Tokyo) 32, 255-261 (1992).
  4. Sekine, T. et al. A feasible method for expansion of peripheral blood lymphocytes by culture with immobilized anti-CD3 monoclonal antibody and interleukin-2 for use in adoptive immunotherapy of cancer patients. Biomed. and Pharamocother. 47, 73-78 (1993).
  5. Pozo, D. et al. CD161 (Human NKR-P1A) signaling in NK cells involves the activation of acid spingomyelinase. J. Immunol. 176, 2397-2406 (2006).
  6. Utsuyama, M. et al. Differential age-change in the numbers of CD4+CD45RA+ and CD4+CD29+ T cell subsets in human peripheral blood. Mech. Ageing. Dev. 63, 57-68 (1992).
  7. Ljunggren, H.G. et al. Prospects for the use of NK cells in immunotherapy of human cancer. Immunology 7, 329-339 (2007).

Behandlungen, die gewöhnlicher Weise in Kombination mit der Hyper T/NK Zelltherapie verwendet werden. 

Behandlung und Kosten

 

  • Ein Kurs (6 Behandlungen) wird empfohlen. * Minimum 3 Behandlungen.
  • Verabreichung 1 Mal alle 1-2 Wochen.
  • Nachdem die anfängliche Blutprobe vom Patienten entnommen wurde, dauert die Kultivierung von Hyper T / NK-Zellen in Zell-Verarbeitungs-Zentrum (CPC) in Japan zwei Wochen.
  • Der Behandlungsplan kann je nach individuellem Patienten und anderen Umständen variieren.
  • Die Behandlungskosten hangen von der Dauer der Behandlungszeit ab.

Hyper T / NK-Zellen müssen unter speziellen kontrollierten Bedingungen gehalten werden, so dass diese Therapie nur für Patienten verfügbar ist, die die Kliniken in Osaka, Kobe oder Tokyo in Japan besuchen.

Ort der Behandlung einer Hyper T/NK Zelltherapie

  • Eine Behandlung ist in mehreren japanischen Kliniken möglich. (Kobe/Osaka)

 

Sie können uns kontaktieren, wir können Ihnen wertvolle Tipps zur Organisation und Aufenthalt, sowie Unterbringung und Dolmetscher-Leistungen anbieten.

Hier können Sie direkt online einen Termin in der Resurrection-Clinic in Düsseldorf vereinbaren.