Chronisches Müdigkeitssyndrom CFS

Chronisches Müdigkeitssyndrom CFS

Symbolbild – Chronisches Müdigkeitssyndrom CFS

Chronisches Müdigkeitssyndrom CFS ist ein komplexer medizinischer Zustand, geprägt von langanhaltender Müdigkeit und anderen Symptomen. Diese Symptome können sich zu einem Grad ausprägen, dass einer Person die Ausführung täglicher Aktivitäten nicht mehr möglich ist. CFS wird in der Fachliteratur weiter als systemische Anstrengungsunverträglichkeit (SEID), myalgische Enzephalomyelitis, post-virales Müdigkeitssyndrom (PVFS), chronische-Müdigkeits-immun-Störung (CFIDS), und mit weiteren Fachtermini benannt. Die Lebensqualität einer an CFS erkrankten Person kann im extremen Umfang eingeschränkt werden.

Obwohl biologische, genetische, infektiöse und psychologische Mechanismen verdächtigt werden, wird die tatsächliche Ursache noch nicht verstanden. Die durch CFS ausgelöste Müdigkeit ergibt sich nicht aufgrund anhaltender Verausgabung, kann ebenso nicht durch Ruhe verringert werden und ist keine Folgeerscheinung anderer medizinischer Beschwerden. Die Diagnose wird anhand der Symptome und Indizien des Patienten gestellt.

Obwohl ein Konsens darüber besteht, dass CFS negative Auswirkungen auf die Gesundheit, das Glücksempfinden und die Produktivität hat, besteht eine Kontroverse über weite Aspekte der Störung. Mediziner, Forscher und Pflegepersonal benennen die Krankheit verschieden und diagnostizieren anhand verschiedener Kriterien. Dabei fehlen oftmals Beweise für die Effizienz der vorgeschlagenen Therapiemethoden, die dementsprechend von geringer Erfolgswahrscheinlichkeit sind.

Indizien sprechen dafür, dass eine kognitive Verhaltenstherapie und eine graduell steigende Aktivität, abgestimmt auf die individuelle Leistungsfähigkeit, in einigen Fällen von Nutzen sein können. Für einige Personen kann die Medikation durch Rintatolimod sinnvoll sein.

Bei CFS oder ME wird eine niedrigere Dosierung von 750 ng GcMAF 1-2 mal-wöchentlich empfohlen.

  • Eine Besserung der Symptome sollten innerhalb von 2 Monaten beobachtbar sein
  • Es sollte von einer minimalen Behandlungsdauer von 6 Monaten ausgegangen werden, wobei jeder Patient individuelle Voraussetzung mitbringt und zusätzliche Behandlungen abhängig vom vorliegenden Besserungszustand zu verschreiben sind.
  • Eine zusätzliche Erhaltungsdosis von GcMAF kann für Patienten notwendig werden, damit diese symptomfrei bleiben und das Immunsystem ausreichend Regenerationszeit erhält.

*Die Dosierungsempfehlungen beziehen sich ausschließlich auf das GcMAF der 2. Generation

Inhalt

  1. Anzeichen und Symptome
    1. Beginn
    2. Symptome
    3. Funktionsweise
    4. Kognitive Funktionsweise
    5. Begleiterkrankungen
  2. Diagnose
    1. Definitionen
    2. Benennung
    3. Soziale Problemfelder
    4. Soziale Unterstützung

Anzeichen und Symptome beim chronischem Müdigkeitssyndrom (CFS)

Ein Krankheitsgefühl nach körperlicher Anstrengung ist eines der Symptome von chronisches Müdigkeitssyndrom CFS; weitere Anzeichen sind unerholsamer Schlaf, weitläufige Muskel- und Gelenkschmerzen, Rachenentzündungen, Kopfschmerzen eines bis dato unbekannten Typs, kognitive Schwierigkeiten sowie starke und chronische Erschöpfung mentaler und physischer Natur. Zudem wurden von Erkrankten Personen Muskelschwäche, erhöhte Licht-, Ton- und Geruchsempfindlichkeit, Probleme aufrecht zu stehen, Verdauungsschwierigkeiten, Depression, schmerzende und oftmals leicht geschwollene Lymphknoten und kardiale wie respiratorische Probleme angegeben. Es ist unklar, ob diese genannten Symptome in Zusammenhang mit Begleiterkrankungen stehen oder tatsächlich auf CFS zurückzuführen sind. Dabei variieren diese in Anzahl, Typ und Schwere von Person zu Person.

Beginn

Der Großteil aller chronische Müdigkeitssyndrom CFS-Fälle entsteht plötzlich, gewöhnlicher Weise in Begleitung mit Grippe ähnlichen Erkrankungen, innerhalb monatelanger Phasen von extremem Stress. Eine australische Studie fand heraus, dass nach einer viralen oder nicht-viralen Infektion mit Krankheitserregern, eine Teilmenge der untersuchten Individuen die Kriterien von CFS erfüllen. Daraus leiteten die Forscher ab, dass das post-infektiöse Müdigkeitssyndrom ein geeignetes Krankheitsmodell ist, um den pathophysiologischen Krankheitsverlauf von CFS zu beschreiben. Allerdings ist die Bestimmung der für die Entstehung von CFS relevanten Infektionskeime und Stressfaktoren noch nicht möglich.

Symptome

Die am häufigsten genutzten Diagnosekriterien und Definitionen wurden von den United States Centers for Disease Control and Prevention (CDC) veröffentlicht. Das CDC sieht dabei die Erfüllung von drei Kriterien als notwendig an:

  1. Eine mindestens sechs Monate andauernde, ununterbrochene Müdigkeit, die nicht ausgelöst durch Anstrengung, noch eine Folge von Begleiterkrankungen ist und sich ebenfalls nicht durch Erholung lindern lässt.
  2. Die Müdigkeit erzeugt eine signifikante Reduzierung des vorherigen Aktivitätsniveaus.
  3. Vier oder mehr der im Anschluss genannten Symptome treten gleichzeitig für einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten auf:
    • Eine Beeinträchtigung des Gedächtnisses und der Konzentration
    • Verausgabungen ziehen eine extreme, langanhaltende physische oder mentale Erschöpfung und Krankheit nach sich
    • unerholsamer Schlaf
    • Muskelkater
    • Vielfache Gelenkschmerzen
    • Kopfschmerzen eines unbekannten Typs und von großer Stärke
    • Häufige oder wiederholt auftretende Rachenentzündungen
    • Empfindliche Lymphtknoten

Das CDC gibt weitere, für die Erkrankung übliche, Symptome an:

  • Das Gefühl einer geistigen Umnachtung
  • Schwierigkeiten, eine aufrechte Position beizubehalten, Schwindel, Balance-Probleme und Ohnmacht
  • Allergien und Unverträglichkeiten von Zutaten, Gerüchen, Chemikalien, Medikamenten und Geräuschen
  • Symptome, vergleichbar des Reizdarmsyndroms, wie Blähungen, Magenschmerzen, Durchfall, Verstopfung und Brechreiz
  • Gänsehaut und nächtliche Schweißausbrüche
  • Visuelle Störungen (Lichtempfindlichkeit, Unschärfe und Augenschmerzen)
  • Depressionen und Stimmungsprobleme (Stimmungsschwankungen, Angstzustände, Panikattacken und Reizbarkeit)

Das CDC empfiehlt bei Auftreten der genannten Symptome, Mediziner aufzusuchen, um einige (teils) heilbare Krankheiten ausschließen zu können: Borreliose, Schlafstörungen, große depressive Phasen, Alkohol / Substanz Missbrauch, Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion, pfeiffersches Drüsenfieber, Lupus, Multiple Sklerose (MS), chronische Hepatitis und verschiedene Malignome. Zusätzlich können Medikamente Nebenwirkungen auslösen, die Symptome von CFS imitieren.

Im Unterschied zu den Diagnosekriterien der CDC, benötigt das International Consensus Criteria for ME keine 6-monatige Warteperiode; Dies mit der Begründung, dass keine anderen Krankheiten erst nach 6 Monaten Leidensphase diagnostiziert werden.

Funktionsweise

Trotz einer allgemein anerkannten Diagnose, kann die funktionale Kapazität individuell stark abweichen. Während einige Personen mit CFS ein relativ normales Leben führen können, sind andere derart eingeschränkt, dass sie weder das Bett verlassen können, noch fähig sind, für sich selbst zu sorgen. Für einen Großteil der Erkrankten werden berufliche, schulische und familiäre Aktivitäten für lange Zeitperioden drastisch reduziert. Die Schwere der Symptome und der Störungen ist geschlechterunabhängig. Zusätzlich erfahren viele starke chronische Schmerzen. Neben einer allgemeinen Reduzierung der Aktivität kann auch eine verminderte Komplexität der Aktivitäten beobachtet werden. Die beobachteten Beschwerden sind vergleichbar mit anderen Ermüdungszuständen von Krankheiten wie, Lupus, rheumatoider Arthritis, AIDS der späten Phase, chronische obstruktive Lungenerkrankung und Nierenerkrankungen der Endstufe. CFS schränkt die Funktionalität und das Wohlbefinden stärker ein als andere schwere Erkrankungen wie Multiple Sklerose, kongestives Herzversagen oder Diabetes Typ II.

Oftmals liegen Phasen der Besserung und des Rückfalls von Symptomen vor, was es zusätzlich erschwert die Krankheit zu therapieren. Personen, die über einen längeren Zeitraum Besserung erfahren, können sich durch Aktivitäten überanstrengen und als Resultat eine Verschlimmerung der ursprünglichen Symptome auslösen.

Mehr als die Hälfte aller CFS-Erkrankten sind arbeitsunfähig und annähernd zwei Drittel stark eingeschränkt in ihrer Arbeitsweise. Zudem wurde mehr als die Hälfte wegen der Erkrankung temporär beurlaubt, wohingegen weniger als ein Fünftel in Vollzeit arbeitet.

Kognitive Funktionsweise

Kognitive Symptome lassen sich hauptsächlich auf Defizite der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses und der Reaktionszeit zurückführen. Die Defizite weichen zwischen 0,5-1-mal von normalen Leistungen ab und betreffen zu großer Wahrscheinlichkeit alltägliche Aufgaben. Simple bis komplexe Informationsverarbeitung und Funktionen, die das Arbeitsgedächtnis über lange Zeitperioden betreffen, werden von moderat bis extensiv beeinträchtigt. Diese Defizite überschneiden sich gewöhnlich mit von Patienten berichteten Einschränkungen. Die Aufnahmefähigkeit, motorische Geschwindigkeit, Sprache, Gedankengänge und Intelligenz werden allerdings nicht signifikant beeinträchtigt.

Begleiterkrankungen

Viele chronische Müdigkeitssyndrom CFS Patienten haben, so scheint es zumindest, weitere medizinische Probleme oder Diagnosen. Chronische Schmerzerkrankungen treten bei einem hohen Prozentsatz der Erkrankten zwischen dem Ausbruch und dem zweiten Jahr auf, weshalb einige Forscher einen Zusammenhang der Erkrankungen vermuten. Wie zuvor erwähnt, leiden viele am Reizdarmsyndrom, Kiefergelenksschmerzen, Kopfschmerzen, inklusive Migräne und weiteren Formen von Muskelschmerzen. CFS Patienten haben zudem eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit für Stimmungsschwankungen als nicht betroffene Personen. Im Vergleich zu gesunden Menschen, erleiden männliche Patienten häufiger ein chronisches Schmerzsyndrom, wohingegen weibliche CFS Erkrankte wahrscheinlicher chronische Schmerzen erleben. In der allgemeinen Bevölkerung der USA tritt CFS deutlich häufiger bei Frauen mit Endometriose auf.

Diagnose Chronisches Müdigkeitssyndrom CFS

Definitionen

Die geläufigsten Definitionen beinhalten:

  1. Die Fukuda Definition ist eine Überarbeitung des Holmes oder CDC 1988 Bewertungssystems und die am meisten verwendete Beschreibung für CFS, veröffentlicht 1994 von den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) definition. Die Kriterien verlangen das Vorliegen von mindestens 4 oder mehr Müdigkeitssymptomen, während das Bewertungssystem von 1988 die Präsenz von mindestens 6-8 Müdigkeitssymptomen vorsah.
  2. Die ME/CFS 2003 Canadian Clinical working definition vertritt die Ansicht:“  Ein ME/CFS Patient erfüllt Kriterien der Müdigkeit, der belastungsbedingten Erkrankung/Erschöpfung, Schlafstörungen und Schmerzen. Dabei liegen zwei oder mehr neurologische/kognitive Symptome vor, während eines oder mehr dieser Symptome aus mindestens zwei der Kategorien autonomische, neuroendokrine und immune Anzeichen stammen. Die Krankheit dauert mindestens 6 Monate an.“

Klinische Handlungsempfehlungen basieren gewöhnlicher Weise auf Fallbeschreibungen, mit dem Ziel, die Diagnose, das Management oder die Behandlung zu verbessern. Ein Beispiel für eine derartige Handlungsempfehlung stellt die CFS/ME guideline for the National Health Service in England and Wales, publiziert im Jahr 2007 vom National Institute for health and Clinical Excellence (NICE) dar.

Benennung

Die Benennung als chronisches Müdigkeitssyndrom CFS ist die am häufigsten genutzte Bezeichnung, wobei ein offiziell anerkannter Name fehlt. Verschiedene Behörden schätzen CFS als Krankheit des zentralen Nervensystems, der Metabolie und einer infektiösen oder post-infektiösen, kardiovaskulären immunen oder psychischen Störung ein.

Über die Zeit entwickelten sich in verschiedenen Ländern, viele Namen, die mit den Symptomen in Verbindung gebracht werden. Neben chronisches Müdigkeitssyndrom CFS haben sich andere Namen etabliert: Akureyri disease, benign myalgic encephalomyelitis, chronic fatigue immune dysfunction syndrome, chronic infectious mononucleosis, epidemic myalgic encephalomyelitis, epidemic neuromyasthenia, Iceland disease, myalgic encephalomyelitis, myalgic encephalitis, myalgic encephalopathy, post‐viral fatigue syndrome, raphe nucleus encephalopathy, Royal Free disease, Tapanui flu, and yuppie flu. Viele Patienten bevorzugen den Term des chronischen Müdigkeitssyndroms gegenüber der myalgischen Enzephalomyelitis, um die Erkrankung zu trivialisieren.

Soziale Problemfelder

Einer Studie nach erfahren Chronisches Müdigkeitssyndrom CFS Patienten massive psychosoziale Belastungen. Eine Umfrage der Times Trust ergab, dass Kinder mit CFS oftmals damit kämpfen, dass Ihre Bedürfnisse nicht richtig erkannt werden und sie das Gefühl haben, von Medizinern oder Bildungsexperten gemobbt zu werden.

Soziale Unterstützung

Individuen mit Chronisches Müdigkeitssyndrom CFS bekommen oftmals weniger sozialen Rückhalt als Personen mit anderen Erkrankungen. Eine Studie berichtet, dass chronisches Müdigkeitssyndrom CFS Patienten ein verstärktes Aufkommen von negativer Interaktion mit der Familie, Freunden, Kollegen und Doktoren beklagen im Vergleich zu Gesundheitskontrollen und Brustkrebspatienten in Remission.

Weitere Informationen zur Behandlung bei chronisches Müdigkeitssyndrom CFS:

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