PDIS

PDIS & Nano ICG

 

                                   als Krebs-Nachweis und -Therapie

PDIS: Krebs-Nachweis und Behandlung

Ein hochmodernes Verfahren zur Diagnose und Behandlung von Tumoren ist die sogenannte Photodynamische Infrarot-Spektroskopie (engl. Photodynamic Infrared Spectroscopy). Diese Methode nutzt die Vorteile der Lichttherapie und der Infrarot-Technologie, um zirkulierende Tumorzellen zu entdecken und gezielt zu bekämpfen. PDIS ist ein minimal-invasives Verfahren, das sowohl als Krebs-Nachweis als auch als Therapie völlig schmerzfrei anzuwenden ist. Nebenwirkungen wie bei herkömmlichen Krebsbehandlungen sind bislang nicht bekannt. 

Was sind zirkulierende Tumorzellen?

Zirkulierende Tumorzellen (engl. circulating tumor cells, CTC) sind Zellen, die sich aus einem Tumor lösen und in den Blutstrom gelangen. Tumorzellen können sich im Blut sammeln und von dort aus andere Organe angreifen. Zirkulierende Tumorzellen sind oft die Ursache einer Metastasierung, führen also dazu, dass sich z.B. Darmkrebs, Brustkrebs etc. auch auf andere Organe wie Leber, Lungen, Gehirn oder Knochen ausbreitet. Daher eignen sie sich gut als Hinweis auf eine Tumorerkrankung oder als Krebs-Nachweis

Wenn ein Patient operiert und ein Tumor entfernt wurde - wie kann man das Risiko eines erneuten Auftretens der Tumorzellen im Blut einschätzen? Wie hoch ist das Risiko, dass ein anderes Organ von Krebs befallen wird? Um diese Fragen zu beantworten, müssen die Tumorzellen im Blut kontrolliert werden. Das Vorhandensein von Tumorzellen im Blut stellt die Grundlage für einen eindeutigen Krebs-Nachweis auf biochemischer Ebene dar. Befinden sich keine Tumorzellen im Blut, ist das ein gutes Zeichen, denn dann ist das Risiko für ein Rezidiv oder Metastasen sehr gering. Wenn jedoch Tumorzellen im Blut nachgewiesen werden, kann sofort eine spezifische Behandlung zur Bekämpfung der Krebszellen begonnen werden. Das Problem ist nur: Tumorzellen im Blut (oder auch: "Krebs-Stammzellen" genannt) lassen sich weder durch eine Chemotherapie noch Bestrahlung gezielt bekämpfen. 

Krebs-Nachweis und Behandlung: Bisherige Verfahren

Ein Krebs-Nachweis über Tumorzellen im Blut ist mit den bisherigen Verfahren zwar theoretisch möglich, aber schwierig. Denn erstens werden von einem Patienten in der Regel nur 10 bis 20 Milliliter Blut untersucht und nicht sein gesamtes Blut mit einem Volumen von 5 bis 6 Litern. Ob sich bereits irgendwo im Körper Metastasen gebildet haben, ist damit nicht eindeutig zu klären, ein Krebs-Nachweis somit nicht zweifelsfrei möglich. Zweitens gibt es verschiedene Varianten von zirkulierenden Tumorzellen im Blut, sogenannte Phenotypen oder Subtypen. Ein Subtyp heißt Epithelzellen und ein anderer Mesenchymzellen (oder mesenchymale Zellen). Diese Namen bezeichnen die verschiedenen Stadien von Tumorzellen im Blut, das heißt, dass Epithelzellen zu Mesenchymzellen werden können. Biochemische Untersuchungen im Labor können jedoch nur - im besten Fall - Epithelzellen entdecken, nicht jedoch Mesenchymzellen. So ist jeder Laborbefund mit gewissen Ungenauigkeiten behaftet und als Krebs-Nachweis nur bedingt geeignet. 

Nicht nur beim Krebs-Nachweis, sondern auch bei der Behandlung gibt es Forschungsbedarf. Herkömmliche Behandlungsmethoden zielen darauf ab, Tumorzellen im Blut und in den Organen zu zerstören. Da hierbei auch gesunde Zellen angegriffen werden, kommt es zu teilweise massiven Nebenwirkungen und das Immunsystem wird durch die Behandlung erheblich geschwächt. Um den Krebs zu besiegen, ist ein starkes Immunsystem jedoch von großer Bedeutung. Deshalb suchen Wissenschaftler unablässig nach neuen Verfahren, die ebenso effektiv, aber mit weniger Nebenwirkungen verbunden sind, als die bisherigen Methoden, Tumorzellen im Blut zu bekämpfen. 

Neu: PDIS-Verfahren als Krebs-Nachweis

Jetzt gibt es einen neuen Krebs-Nachweis für zirkulierende Tumorzellen namens Photodynamische Infrarot-Spektroskopie (engl. Photodynamic Infrared Spectroscopy, PDIS). Die Methode wurde an einer Universität in Deutschland entwickelt und wird inzwischen an einigen Kliniken eingesetzt. PDIS ermöglicht es, in Echtzeit zirkulierende Tumorzellen zu entdecken - und zwar sowohl die Epithelzellen als auch die Mesenchymzellen. 

Bei der PDIS-Methode bekommt der Patient einen normalen Venenkatheter gelegt. Über diesen wird ein Photosensibilisator injiziert. Hierbei handelt es sich um nicht-toxische Substanzen wie Indocyaningrün (engl. indocyanine green, ICG), die sich vornehmlich in Krebszellen anreichern und durch das Laserlicht einer bestimmten Wellenlänge aktiviert werden. Auf diese Weise bindet die Substanz sozusagen auf optische Art und Weise zirkulierende Tumorzellen oder Krebszellen. Die Injektion dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Photosensibilitasoren wie ICG sind für gesunde Zellen völlig ungefährlich und werden nur aktiviert, wenn sie mit Licht einer bestimmten Wellenlänge in Kontakt kommen.

Unmittelbar nach der Infusion wird über den Katheter ein faseroptischer Laser (Infrarot-Laser) in die Vene eingeführt. Die PDIS-Untersuchung beginnt direkt über der Vene, in die der Katheter eingeführt wurde. Das Screening von 5 bis 6 Liter Blut dauert etwa 20 Minuten. Wenn sich nur eine einzige zirkulierende Tumorzelle im Blut befindet, entdeckt sie das hochsensible Spektroskop und signalisiert das auf dem Monitor. Darüber hinaus liefert die Messung noch weitere wichtige Informationen, zum Beispiel bezüglich der Phosphoreszenz und Fluoreszenz. Beide Eigenschaften sorgen für eine Messgenauigkeit von 95 bis 98 %, womit das Verfahren als hochsensitiv und spezifisch für zirkulierende Tumorzellen einzustufen ist. 

Die Patienten spüren von der Behandlung in der Regel nichts. Die Anwendung von PDIS ist fast immer schmerzfrei und es sind keine Nebenwirkungen wie Rötungen auf der Haut oder Ähnliches bekannt. 

PDIS als Behandlungsmethode

Sobald zirkulierende Tumorzellen identifiziert sind und damit der Krebs-Nachweis erbracht, kann die gezielte Behandlung mit PDIS beginnen. Die Photodynamische Tumortherapie mit Infrarot-Laser setzt am Handgelenk an, um das Blut in den Venen zu erreichen, die direkt unter der Haut liegen. Wenn das Infrarot-Licht auf mit ICG angereicherte zirkulierende Tumorzellen trifft, setzt es dort eine Kette von Reaktionen in Gang, die letztendlich zum Tod der Krebszellen führen: Durch die Absorption von Licht reagiert die Substanz mit dem im Gewebe vorhandenen Sauerstoff. Dieser wandelt sich in sogenannten Singulett-Sauerstoff um, der die Membran und andere Bestandteile der Tumorzellen beschädigt und diese damit zerstört. 

Die Wirkung des Lichts bei der PDIS ist in etwa mit einem Sonnenbrand zu vergleichen, der zirkulierende Tumorzellensozusagen verbrennen lässt und somit das erkrankte Gewebe zerstört. Gesunde Zellen werden durch Photosensibilitasoren nicht beeinträchtigt. 

Durch die Behandlung mit PDIS kann eine starke Lichtempfindlichkeit des ganzen Körpers auftreten, die mehrere Wochen lang anhalten kann. In dieser Zeit müssen die Patienten ihre Haut und Augen mit entsprechender Kleidung und Augenschutz vor direktem Sonnenlicht und grellem Kunstlicht schützen. Darüber hinaus sind keine längerfristigen Nebenwirkungen bekannt.

Bislang wird PDIS vor allem zur Behandlung von allen Krebsarten, außer Leukämie eingesetzt. Möglich ist auch die Anwendung bei kleinzelligen Lungentumoren, Speiseröhrenkrebs und Magenkrebs sowie bei Hirntumoren und Gallengangkrebs. Letzterer ist meist nicht operabel und geht deshalb in der Regel mit einer eher schlechten Prognose einher. PDIS kann hier eine gute Alternative zur aggressiven Chemotherapie darstellen. 

    Für wen ist PDIS geeignet?

    Die PDIS-Methode ist zum einen ein vorbeugendes bzw. diagnostisches Verfahren, das als Krebs-Nachweis dienen kann. Zum anderen kann es als therapeutisches Verfahren bei der Behandlung von Tumorpatienten eingesetzt werden. Es ist deshalb vor allem für Patienten geeignet, die

    - nach einer Operation wissen möchten, wie hoch das Risiko für ein erneutes Wiederauftreten der Krebserkrankung ist
    - einen genau lokalisierten Tumor haben und sich vor einer Metastasierung fürchten
    - ein hohes Risiko für eine Krebserkrankung haben, weil sie genetisch vorbelastet sind
    - in ihrem Körper bereits Metastasen haben und deren Ausbreitung über zirkulierende Tumorzellen kontrollieren möchten

    Grundsätzlich kann das PDIS-Verfahren auch bei Patienten eingesetzt werden, die bereits chirurgisch, mit einer Chemotherapie und/oder Bestrahlung behandelt wurden. In manchen Fällen bietet sich eine kombinierte Behandlung an, bei der mehrere Verfahren (zum Beispiel Operation und PDIS oder Chemotherapie und PDIS) zur Anwendung kommen. 

    Hinweis: Die Photodynamische Therapie kommt im Übrigen nicht nur in der Krebsbehandlung zum Einsatz, sondern kann auch bei der Behandlung von Viruserkrankungen, bakteriellen Infektionen, Borreliose und parasitären Erkrankungen angewendet werden.

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    Nehmen Sie einfach kontakt mit uns auf.

    Informationen zum Nagalase Test

    1. Zusammenfassung
    2. Was ist „Nagalase“?
    3. Wie stellt man sich die Inaktivierung von Gc-MAF durch Nagalase vor?
    4. „Nagalase Test“: Was ist das?
    5. Ich möchte den Nagalase Test durchführen lassen? Wie geht das?
    6. Was kostet der Test und wie wird der Test abgerechnet?
    7. Künstlich hergestellter Gc-MAF zur Behandlung von Erkrankungen
    8. Welche weiteren Mess-Werte können bei einer Gc-MAF- Therapie noch von Bedeutung sein?
    9. Wissenschaftliche Literatur
    10. Erklärung wichtiger Begriffe
    11. Hinweise zur Proben-Gewinnung für den Nagalase-Test
    12. Hinweise zur Zentrifugation von Gel-Monovetten

    1. Zusammenfassung

    • Nagalase ist ein körpereigenes Enzym im Zuckerstoffwechsel.
    • Tumor-Zellen können Nagalase bilden.
    • Gc-MAF ist ein Makrophagen-aktivierender (immun- stimulierender) Faktor.
    • Gc-MAF wird aus Gc-Protein gebildet.
    • Die von Tumoren gebildete Nagalase kann die Bildung des immunstimulierenden Faktors Gc-MAF aus Gc-Protein verhindern.
    • Künstlich hergestelltes Gc-MAF wird als immunstimulierende Substanz eingesetzt.
    • Der Nagalase Test wird durchgeführt, um zu prüfen, ob eine Gc-MAF Therapie sinnvoll sein könnte („Therapie-Indikation“) und um die Wirkung einer Gc-MAF-Therapie zu verfolgen („Monitoring“).
    • Weitere Mess-Werte können bei einer Gc-MAF Therapie von Bedeutung sein: Vitamin D-Spiegel und Calcium-Wert im Blut, die genetische Variante des Vitamin D-Rezeptors und der Serum- Spiegel des löslichen uPA-Rezeptors.

    2. Was ist „Nagalase“?

    Die sog. „Nagalase“ ist ein körpereigenes Enzym, welches im Zucker- Stoffwechsel eine Rolle spielt. Der wissenschaftlich korrekte Name ist „N-Acetyl-Galaktosaminidase“. Nagalase kann bestimmte Zucker- Moleküle, nämlich das sog. N-Acetyl-Galaktosamin, aus großen Molekülen abspalten.

    Yamamoto und Kollegen konnten zeigen, dass Tumore vermehrt Nagalase ausschütten. Entsprechend wurde auch gefunden, dass Tumor-Erkrankungen mit einem erhöhten Nagalase-Wert im Serum verknüpft sind („Tumor-Marker“). Aber auch bei einigen anderen Erkrankungen wurden erhöhte Nagalase-Werte gefunden.

    Der von Tumoren produzierten Nagalase wurde eine unterdrückende Wirkung auf das Immunsystem zugeschrieben; medizinisch als „immun-supprimierende Wirkung“ bezeichnet. Die Nagalase- vermittelte Immun-Suppression bei Tumorerkrankungen trägt vermutlich dazu bei, das Wachstum des bestehenden Tumors und die Ausbildung von Metastasen zu fördern.

    Die immunsupprimierende Wirkung von Nagalase wird dadurch erklärt, dass Nagalase die Bildung des immunstimulierenden Faktors Gc-MAF aus Gc-Protein verhindert. „MAF“ steht für „Makrophagen- Aktivierender Faktor“. Makrophagen sind sog. „Fress-Zellen“ der Immun-Abwehr.

    3. Wie stellt man sich die Inaktivierung von Gc-MAF durch Nagalase vor?

    Gc-MAF wird aus Gc-Protein gebildet.

    Durch das Enzym „Nagalase“ wird die Zucker-Seitenkette des Gc- Proteins komplett abgespalten: das derart veränderte Gc-Protein kann nicht mehr in Gc-MAF überführt werden.

    Mit anderen Worten: Die Wirkung von Nagalase auf Gc-Protein führt dazu, dass Gc-MAF nicht mehr gebildet werden kann.

    Insofern wird der durch Tumoren gebildeten Nagalase eine immun- supprimierende Wirkung zugesprochen; also eine Wirkung, die zur Unterdrückung einer Immunantwort führt.

    4. Nagalase Test : Was ist das?

    Es gibt Testverfahren, mit denen die Aktivität der Nagalase im Serum bestimmt werden kann. Dabei wird aus einer Serumprobe die Nagalase isoliert und die Enzym-Aktivität vermessen.

    Diese Verfahren bezeichnet man als Nagalase Test.

    Erhöhte Nagalase-Werte im Blut wurden bei vielen Erkrankungen, insbesondere aber bei Tumor-Erkrankungen beschrieben.

    Erhöhte Nagalase-Werte werden zur Entscheidung für eine Gc-MAF-Therapie herangezogen („Therapie-Indikation“).

    Ein Abfall der Nagalase-Werte wird als Hinweis auf einen Therapie- Erfolg, insbesondere bei der Therapie mit Gc-MAF, gewertet („Therapie-Monitoring“).

    5. Ich möchte den Nagalase Test durchführen lassen? Wie geht das?

    Für den Nagalase Test wird eine Blutprobe (Serum) abgenommen und eingeschickt. Hinweise zur Proben-Abnahme finden Sie weiter unten.

    Ein Anforderungsformular für die eigentliche Untersuchung finden Sie am Ende der Broschüre.

    6. Was kostet der Nagalase Test und wie wird der Nagalase Test abgerechnet?

    Die Abrechnung erfolgt für Privatpatienten nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

    Leider wird dieser Nagalase Test zurzeit von gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen und muss ggf. vom Patienten selbst bezahlt werden. Der Preis für Selbstzahler beträgt € 67,04 und entspricht dem einfachen Satz der GOÄ.

    7. Künstlich hergestellter Gc-MAF zur Behandlung von Erkrankungen

    Nachdem die Makrophagen-aktivierende Wirkung des Gc-MAF beschrieben worden war, wurden auch Verfahren entwickelt, um Gc-MAF künstlich herzustellen und als immun-stimulierende Substanz anzuwenden.

    Dabei profitiert dieser Therapie-Ansatz davon, dass künstlich hergestelltes Gc-MAF von der Serum-Nagalase nicht abgebaut werden kann.

    Man hat deshalb Therapieverfahren entwickelt, bei denen GcMAF künstlich im Labor (in vitro) hergestellt wird und dann Patienten verabreicht wird.

    8. Welche weiteren Mess-Werte können bei einer Gc-MAF-Therapie noch von Bedeutung sein?

    Vitamin D-Spiegel und Serum Calcium

    Die optimale Wirkung einer Gc-MAF-Therapie scheint abhängig zu sein von einem optimalen Vitamin D-Spiegel. Empfohlen werden Werte zwischen 30 und 70 μg/L.

    Insofern wird empfohlen vor Gc-MAF-Therapie den Vitamin-D-Wert im Serum zu bestimmen und ggf. eine Therapie mit der Gabe von Vitamin D zu ergänzen.

    Parallel wird empfohlen, die Serum-Calcium Werte zu bestimmen, um bei einem erhöhten Serum-Calcium-Spiegel die Vitamin D-Dosis zu reduzieren.

    Von einigen Autoren wurde beschrieben, dass die Wirkung von Gc-MAF von genetischen Varianten des Vitamin-D-Rezeptors abhängt; den sog. „VDR-Genotypen“. Insbesondere die VDR-Varianten „Fok 1“ und „Bsm1“ wurden untersucht.

    Am besten scheint der Genotyp FF/bb auf eine Gc-MAF-Therapie anzusprechen, gefolgt von Ff/Bb. Der Genotyp Ff/BB scheint am schlechtesten anzusprechen.

    Die Information zum VDR-Genotyp wurde deshalb bei der Gc-MAF-Therapie für die Festlegung der Dosis herangezogen.

    uPA-Rezeptor (uPA-R) im Serum

    Es gibt Publikationen, die eine Rolle des sog. „uPA-Rezeptors“ (uPA-R) bei dem invasiven Wachstum von Tumoren und der Bildung von Metastasen nahelegen. Der Serumspiegel von löslichem uPA-R wurde als Prognose-Faktor für Tumoren beschrieben.

    Insbesondere wurde ein Zusammenhang zwischen Gc-MAF-Wirkung und uPA-R bei Tumoren beschrieben: Gc-MAF reduzierte die Menge des von Tumorzellen freigesetzten uPA-R.

    Einige Wissenschaftler empfehlen deshalb die Bestimmung des uPA-R im Serum im Rahmen einer Gc-MAF Therapie bei Tumorerkran- kungen.

    Genetik des Gc-Proteins

    Auch für das Gc-Protein werden genetische Varianten beschrieben. Inwieweit diese bei der Optimierung einer Gc-MAF-Therapie eine Rolle spielen ist noch Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen.

    9. Literatur

    Yamamoto 
    Immunotherapy for prostate cancer with Gc-protein-derived macrophage- activating factor, gcMAF
    Transl Oncol (2008a) 1: 65-72

    Yamamoto
    Immunotherapy of metastatic colorectal cancer with vitamin D-binding protein-derived macrophage-activating factor, GcMAF
    Cancer Immunol Immunother (2008b) 57: 1007-1016

    Diese Arbeit wurde vom Editor-In-Chief der Zeitschrift zurückgezogen “due to irregularities in the documentation for institutional review board approval

    Yamamoto 
    Immunotherapy of metastatic breast cancer patients with vitamin D-binding protein-derived macrophage activating factor (GcMAF)
    Int J Cancer (2008c) 122: 461-467

    Diese Arbeit wurde vom Editor-In-Chief der Zeitschrift zurückgezogen “due to irregularities in the documentation for institutional review board approval

    Thyer 
    A novel role for a major component of the vitamin D axis: vitamin D binding protein-derived MAF induces human breast cancer cell apoptosis through stimulation of macrophages
    Nutrients (2013) 5: 32577-2589

    Korbelik
    The value of serum alpha-N-acetylgalactosaminidase measurement for the assessment of tumor response to radio- and photodynamic therapy
    Br J Cancer (1998) 77(6): 1009-1014

    Wang
    Schindler Disease: the molecular lesion in the alpha-N-acetylgalactosaminidase gene that causes an infantile neuroaxonal dystrophy
    J Clin Invest (1990) 86: 1752-1756

    Reddi 
    Serum alpha-N-acetylgalactosaminidase is associated with diagnosis/prognosis of patients with squamous cell carcinoma of the uterine cervix
    Cancer Letters (2000) 158: 61-64

    Kisker
    Vitamin D binding protein-macrophage-activating-factor (DBP-maf) inhibits angiogenesis and tumor growth in mice
    Neoplasia (2003) 5: 32-40

    Saharuddin
    Tumor cell alpha-N-acetylgalactosminidase activity and its involvement in GcMAF-related macrophage activation
    Comparative Biochemistry and Physiology Part A (2002) 132: 1 – 8

    Thyer 
    Therapeutic effects of highly purified de-glycosylated GcMAF in the immunotherapy of patients with chronic diseases
    Am J Immunol (2013) 9: 78-84

    Gregory
    Vitamin D binding protein-MAF directly inhibits proliferation, migration, and uPAR expression of prostate cancer cells PLoS ONE (2010) 5: e13428

    Benis and Schneider
    The effects of vit. D binding protein MAF and colony-stimulation factor-1 on hematopoietic cells in normal and osteopetrotic rats
    Blood (1996) 88: 2898 -2905

    Fabris
    Role of angiotensin-converting enzyme and vitamin D receptor gene polymorphisms in cancer anorexia-cachexia syndrome
    Am J Immunol (2012) 8: 65-70

    Uto
    GcMAF: our next-generation immunotherapy Nature (2012) 485: S67-S70

    Nagasawa
    Association of the macrophage activating factor (MAF) precursor activity with polymorphism in vitamin D-binding protein
    Anticancer Res (2004) 24: 3361-3366

    Thyer 
    Gc protein-derived macrophage-activating factor decreases alpha-N- acetylgalactosaminidase levels in advanced cancer patients OncoImmunology (2013) 2: e25769

    Kuchiike 
    Degalactosylated/desialylated human serum containing GcMAF induced macrophage phagocytic activity and in vivo antitumor activity Anticancer Res (2013) 33: 2881-2886

    Inui 
    Clinical experience of intergrative cancer immunotherapy with GcMAF Anticancer Res (2013) 33: 2917-2920

    Yamamoto 
    Prognostic utility of serum alpha-N-acetylgalactosaminidase and immunosuppression resulted from deglycosylation of serum Gc protein in oral cancer patients
    Cancer Res (1997) 57: 295-299

    10. Erklärung wichtiger Begriffe

     

    Bsm1 Bsm1 bezeichnet eine genetische Variante des Vitamin D-Rezeptors. Für diese Variante sind drei Formen bekannt: BB, Bb, bb.
    DBP s. Gc-Protein
    Galaktosamin Ein chemisch definiertes Zucker-Molekül.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Galaktosamin
    Galaktose Ein chemisch definiertes Zucker-Molekül.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Galactose
    Galaktosidase Ein Enzym, das Galaktose abspaltet.
    Fok1 Fok1 bezeichnet eine genetische Variante des Vitamin D- Rezeptors. Für diese Variante sind drei Formen bekannt: FF, Ff, ff.
    Gc-MAF Auch vielfach als „GcMAF“ abgekürzt ist ein Makrophagen-aktivierender Faktor, der durch teilweise Abspaltung der Zucker-Seitenkette aus Gc-Protein gebildet wird. Aus der Trisaccharid-Seitenkette des Gc- Proteins wird Galaktose und Sialin-Säure, es verbleibt N- Acetylgalaktosamin.
    GcMAF s. Gc-MAF
    Gc-Protein Gc- Protein ist ein Serumprotein, welches die Fähigkeit besitzt Vitamin D zu binden. Aus diesem Grund wird es auch als Vitamin D-bindendes Protein (DBP) bezeichnet. Gc-Protein besitzt eine aus drei Zuckern bestehende Seitenkette; diese drei Zucker sind eine Galaktose, eine Sialinsäure und ein N-actely-galaktosamin. http://de.wikipedia.org/wiki/Vitamin-D-bindendes_Protein
    GOÄ Amtliche Gebührenordnung für Ärzte; gilt für die Leistungsabrechnung bei privat versicherten Patienten.
    Immunsuppression Suppression bedeutet Unterdrückung und Immunsuppression bezeichnet die Unterdrückung einer Immunantwort durch unterschiedliche Mechanismen, wie Krankheiten, Behandlung mit „immunsuppressiven“ Medikamenten oder bestimmte Umwelt-Einflüsse. Der von Tumor-Zellen gebildeten „Nagalase“ wird ebenfalls eine immunsuppressive Wirkung zugesprochen.
    MAF Abkürzung für Makrophagen-aktivierender Faktor. Es gibt mehrere Faktoren die Makrophagen aktivieren können; Gc-MAF ist einer davon.
    Makrophagen Makrophagen (aus dem Griechischen frei übersetzt: „Große Fresser“) sind Fress-Zellen des Immunsystems und spielen eine Rolle bei einer Abwehr-Reaktionen des Körpers, insbesondere bei der Immun-Antwort. http://de.wikipedia.org/wiki/Makrophagen
    Nagalase Die sog. „Nagalase“ ist ein körpereigenes Enzym, welches im Zucker-Stoffwechsel eine Rolle spielt. Der wissenschaftlich korrekte Name ist „N-Acetyl- Galaktosaminidase“. Nagalase kann bestimmte Zucker- Moleküle, nämlich das sog. N-Acetyl-Galaktosamin, aus großen Molekülen abspalten.
    Sialidase Ein Enzym, das Sialin-Säure abspaltet.
    Sialin-Säure Ein chemisch definiertes Zucker-Molekül.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sialins%C3%A4ure
    VDR Abkürzung für Vitamin D-Rezeptor. Der VDR ist ein zelluläres Molekül und bindet Vitamin D. Durch diese
    Bindung werden die Effekte des Vitamin D auf die Zelle vermittelt. http://de.wikipedia.org/wiki/Vitamin-D-Rezeptor
    uPA Abkürzung für Urokinase-typ Plasminogen Aktivtator, auch als „Urokinase“ bezeichnet. Diesem Molekül wird
    eine Rolle zugesprochen bei dem invasiven Wachstum von Tumoren und der Bildung von Metastasen. http://de.wikipedia.org/wiki/Urokinase
    uPA-R Abkürzung für „uPA-Rezeptor“. Dieses Molekül auf der Oberfläche von Zellen - auch von Tumorzellen - bindet
    uPA und wird als ein wichtiges Molekül bei dem invasiven Wachstum von Tumoren und der Bildung von Metastasen angesehen.Ein Teil des von Tumorzellen gebildeten uPA-R wird von der Tumorzelle freigesetzt und kann im Serum als sog. „löslicher uPA-R“ nachgewiesen werden. Der Serum- Spiegel des löslichen uPA-R wird als Tumor-Marker angesehen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Urokinase

    11. Hinweise zur Proben-Gewinnung für den Nagalase Test

    Der Nagalase Test wird an einer Serum-Probe durchgeführt, wie in den Originalarbeiten von Yamamoto et al. (s.o. unter „Literatur“) beschreiben.

    Für die Untersuchung ist mindestens 1 ml Serum notwendig.

    Durch Venen-Punktion wird vom Patienten Vollblut abgenommen: aus dem Vollblut wird durch Gerinnung und anschließende Zentrifugation Serum gewonnen. Der Patient sollte nüchtern sein.

    Um den Einfluss einer transportbedingten Hämolyse zu vermeiden, das Serum bitte nach Abnahme mit dem Serum-Röhrchen (z.B. Serum-Gel-Monovette von Sarstedt oder Serum Vacutainer von BD) und nach Zentrifugation in ein neutrales Röhrchen überführen zum Verschicken.

    Serum Gel-Monovetten werden 10 Minuten bei 2.500 x g zentrifugiert (Hinweise zur Zentrifugation s.u.)

    Die Serum-Gel-Monovetten sollten die ersten 15 Minuten nach der Blutentnahme stehend zur Gerinnung gelagert werden, da es sonst zu einer „Wurst-Bildung“ kommt. Diese Wurst-Bildung verhindert – besonders bei starren Rotoren – bei der Zentrifugation die Ausbildung der Gel-Trennschicht und damit die optimale Trennung von Blutkuchen und Serum.

    WICHTIG: Trübe Seren (Lipide?) und hämolytische Seren (Rot-färbung) können im Nagalase-Test nicht analysiert werden. Deshalb empfiehlt sich (wie oben bereits erwähnt) die Abnahme beim nüchternen Patienten.

    Das abgefüllte Serum bitte mit dem ausgefüllten Anforderungsschein (s.u.) in einem stabilen Transport-Behälter per Post an folgende Adresse schicken:

    Praxis
    Prof. Dr. med. M. Kramer
    Postfach 103320
    D-69023Heidelberg
    Wenn Sie einen Kurierdienst nutzen, bitte weiterhin die Hausanschrift der Praxis angeben:

    Mönchhofstraße 52 D-69120 Heidelberg
    Kontakt:
    Tel.: 06221 4340 963
    Fax: 06221 4340 964

    12. Hinweise zur Zentrifugation von Gel-Monovetten

    Die zur Erreichung der G-Zahl (relative Zentrifugalbeschleunigung [RZB]) notwendige Drehzahl hängt vom Radius der Zentrifuge ab. Wenn „r“ der Radius in cm und „n“ die Umdrehungen /min sind, gilt für die relative Zentrifugalbeschleunigung (RZB) in „g“ (DIN 58970-2) folgende Gleichung:

    RZB [g]= 0,00001118 x r n2
    So werden z.B. bei einer Labofuge 200 von Heraeus (Radius 9,65 cm) 2.500 x g etwa mit einer Drehzahl von 5.000/min erreicht.

    Auf der Internetseite der Firma Sarstedt (www.sarstedt.com; Abb. 2 s.u.) finden Sie die Informationen zu den Abnahme-Röhrchen und einen Rechner, mit dem Sie die notwendige Drehzahl Ihrer Zentrifuge ermitteln können.

    Nach der Zentrifugation sollte die Gel-Schicht über dem ganzen Blutkuchen liegen und keine Verbindung mehr zwischen Blutkuchen und Serum bestehen. Dies ist bei Ausschwing-Rotoren immer gewährleistet.

    Bestehen nach der Zentrifugation Zweifel, ob die Gelschicht den Blutkuchen sicher vom Serum trennt, sollte das Serum in ein neutrales Röhrchen umgefüllt werden, durch abpipettieren oder abkippen. Dies wird insbesondere bei starren Rotoren empfohlen.

    Nagalase Test

    Quelle: www.sarstedt.com

    Nagalase Test

    Quelle: www.sarstedt.com

    Download: Info Praxis Dr. Kramer Heidelberg – Postfach für Proben

    Download “Info Praxis Dr. Kramer Heidelberg - Postfach für Proben” Info-Praxis-Dr.-Kramer-Heidel-berg-Postfach-für-Proben Kopie.pdf – 3547-mal heruntergeladen – 66 KB

    Download: UA-005 Nagalase Test 16.09.2013

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    Download: UA-005 Nagalase Test 16.09.2013

    Download “UA-005_Nagalase_16.09.2013” UA-005_Nagalase_16.09.2013.pdf – 3433-mal heruntergeladen – 32 KB

    Weiterführende Links zum Thema Nagalase:

    Individuelle Tumor Vakzine für Patienten

    Individuelle Tumor Vakzine für Patienten

    Entwicklung der Autologen Tumor Vakzine

    Wir organisieren die Herstellung „Autologer Tumor Vakzine“, die aus Tumorgewebe von Patienten als individueller Impfstoff bereitgestellt werden.
    Für die Tumorimmuntherapie gibt es eine Reihe von Methoden. Die „Autologe Tumor Vakzine (AFTVac)“ ist eine maßgeschneiderte, individuelle Tumorimmuntherapie, bei der Tumorgewebe des Patienten, dass im Rahmen einer Operation gewonnen wurde, verwendet und auf eine spezielle Art und Weise für die individuelle Impfung verarbeitet und dann verabreicht wird.

    Autologen Tumor Vakzine

    Ausgangsmaterial für die Herstellung der „Autologen Tumor Vakzine“ ist formalinfixiertes Gewebe aus der pathologischen Probe, die im Rahmen einer Operation entnommen wurde (in Paraffin eingebettetes Gewebe kann ebenfalls verwendet werden). Unbehandeltes Tumorgewebe oder vereinzelte Tumorzellen werden nicht benötigt. Cell-medicine Inc. ist das einzige Unternehmen, das „Autologe Tumor Vakzine“ aus Resttumorgewebe der pathologischen Proben fertigen kann.

    Wenn „Autologe Tumor Vakzine“ verabreicht wird, werden die Immunzellen des Patienten im eigenen Körper aktiviert und vernichten aktiv die Tumorzellen. Wenn die Immunzellen die unsichtbaren, kleinen Tumorzellen vernichten, die im Rahmen der Operation nicht mit entfernt worden sind, dann kann ein Rezidiv verhindert und einer schleichenden Metastasierung vorgebeugt werden. So kann eine Therapie auf verbliebenes Resttumorgewebe gezielt eingeleitet werden.

    Entwicklungsgeschichte der Tumorimmuntherapie

    1993 Entwicklung der LAK-Therapie
    1994 Erstmalig in der Welt Erfolge in der Kultur von induzierten CTL aus
    humanem Kapillarblut
    1995 Erstmalig Erfolge in der Kultur von so induzierten Lymphozyten (CTL) aus formalinfixiertem Gewebe, dass nur Tumorzellen vernichtet werden
    2001 Gründung der Cell-Medicine Inc.
    2002 Erstmalig Erfolge in der Kultur von natürlichen Killerzellen (NK) aus humanem Kapillarblut
    2002 Entwicklung der Autologen Tumor Vakzine aus formalinfixiertem Gewebe
    2004 Veröffentlichung klinischer Testergebnisse nach Lebertumoroperation in Clin. Cancer Res.
    2007 Klinische Testergebnisse zur Vermeidung von Rückfällen bei Glioblastom in Cancer Sci. veröffentlicht
    2011 Klinische Testergebnisse zur Vermeidung von Glioblastomen in Neurosurg. veröffentlicht

    Merkmale der Autologen Tumor Vakzine

    Wissenschaftliche Evidenz

    Wir sammeln wissenschaftliche Belege durch Prüfung von Therapieergebnissen in durchgeführten klinischen Studien in gemeinsamer Entwicklung mit verschiedenen Universitätskliniken.

     

    Basistherapie zur ambulanten Durchführung

    Die Autologe Tumor Vakzine kann ambulant geimpft werden. Hierfür ist eine stationäre Aufnahme nicht erforderlich. Zu einer Basistherapie gehören insgesamt fünf Verabreichungen, zwei Immun-Response Tests (Intrakutan-Tests) und drei Impfungen mit den eigentlichen Vakzinen.

    In der Regel wird die Autologe Tumor Vakzine alle zwei Wochen (bei hohem Zeitdruck jede Woche oder alle 10 Tage) intrakutan an fünf Stellen geimpft. Die gesamte Behandlungsdauer beträgt sechs Wochen, sie ist grundsätzlich eine einmalige Therapie. Eine Wiederholung der Verabreichung ist nicht notwendig, wie bei anderen Immunzelltherapien oder bei zytostatischen Therapien.

     

    Keine schweren Nebenwirkungen

    Bis zum heutigen Tage sind keine größeren Nebenwirkungen bekannt geworden. Nebenwirkungen sind beispielsweise Hautablösungen an den Einspritzstellen, wie nach einem Sonnenbrand, oder vorübergehendes Fieber.

     

    Klinische Studien

    • Lebertumor (Jpn. J. Cancer Res. 93: 363-368, 2002)
    • Lebertumor (Clinical Cancer Research, 10: 1574-1579, 2004)
    • Gehirntumor (Cancer Sci., 98: 1226-1233, 2007)
    • Gehirntumor (J. Neurosurg., 115: 248-255, 2011)

     

    Forschungsinstitute in Zusammenarbeit mit uns

    • University of Tsukuba
    • Kanasawa University
    • Tokyo Women’s Medical University Hospital
    • Oita University

     

    Nutzung formalinfixierten Gewebes

    Formalinfixiertes Gewebe dient als Ausgangsstoff

    Pt.46C und Pt.46N sind Nierentumorzellen (Pt.46C) und normale Nierenzellen (Pt.46N), die aus derselben Niere gewonnen und getrennt wurden. GT3TKB, TUHR3TKB und TUHR4TKB sind fremde Tumorzellen vom selben Genotyp mit demselben MHC-Klasse I-Proteinkomplex (HLA A2402). Zu diesen Zellen wurden einmal zytotoxische T-Lymphozyten [CTL(fix)] hinzugegeben, die mit formalinfixiertem Gewebe auf die Vernichtung von Pt.46C konditioniert worden sind und einmal patienteneigene zytotoxische T-Lymphozyten [CTL(live)], die mit nicht formalinfixiertem Gewebe auf die Vernichtung von Pt.46C konditioniert worden sind. Als Ergebnis sehen wir, dass die Tumorzellen Pt.46C vernichtet werden und die normalen Nierenzellen Pt.46N nicht angegriffen werden. Die Fremdzellen vom Typ OS-RC-2, die nicht denselben MHC-Klasse I-Proteinkomplex besitzen, werden als Nierentumorzellen nicht angegriffen.

    Vorteile der Nutzung eigenen Gewebes

    Je mehr Tumorantigene, desto besser

    Im normalen Ablauf werden Tumorantigene in die das Antigen präsentierenden Zellen aufgenommen und in der Folge werden sie in Peptide mit einer Kettenlänge von 9 – 10 Aminosäuren abgebildet, die die Antigenmerkmale der Tumorzellen an die Lymphozyten weitergeben. Unter diesen Peptiden gibt es solche, die das Antigen besser und solche, die es schlechter charakterisieren.

    Unter den verschiedenen CEA-Werten, typischen Tumormarkern für Darm- oder Magentumoren, stellen die rot hervorgehobenen in nebenstehender Abbildung die charakteristischeren Marker für Tumoren dar. Natürlich können auch die anderen Marker als Marker für die Tumorzellantigene Verwendung finden.

    Wenn man die Anti-Tumor-Aktivitäten prüft, indem man die Peptide aus der Gruppe der CEA-Peptide zur Konditionierung der CTL verwendet, findet man heraus, dass die CTL besonders starke Anti-Tumor-Aktivitäten zeigen, wenn das CEA-Peptide verwendet wird, das rot markiert ist. Im Vergleich zu dem rot markierten CEA-Peptid zeigen die orange markierten Marker zwar eine geringere Charakterisierung, sind aber im Vergleich zu negativen Regulatoren (FLU38) besser geeignet.


    Unterstützende Effekte nach Lebertumoroperation

    Rückfallrisiko bei Lebertumoren um bis zu 81 % reduziert

    Ein Lebertumor zeigt eine hohe Rezidivrate auch nach Operation. Es gibt dagegen keine effektiven Therapien (Rückfallrate von 41 % innerhalb eines Jahres nach Operation: 1992-95, Takayama et al.).

    Um die Rückfall-hemmende Wirkung der Autologen Tumor Vakzine zu prüfen, wurde eine randomisierte Studie als Phase II-spätklinische Studie durchgeführt. So wurde ermittelt, dass ein Rezidivrisiko um 81 % reduziert werden kann und in der Fachpublikation der Amerikanischen Gesellschaft für klinische Onkologie (Clinical Cancer Research, 10: 1574-1579, 2004) veröffentlicht.

     

    Die rote Linie zeigt die Ergebnisse für die Gruppe der Patienten, denen eine Impfung mit Autologer Tumor Vakzine verabreicht wurde, die blaue Linie zeigt die Ergebnisse der Vergleichsgruppe, die im selben Zeitraum wegen eines Lebertumors operiert wurden. Im Vergleich zu den 21 Probanden der Vergleichsgruppe sind die 18 Probanden, denen eine Impfung mit Autologer Tumor Vakzine verabreicht wurde, um 81 % seltener von Rezidiven des Lebertumors betroffen, in der Nachuntersuchung nach 15 Monaten (mittlerer Wert). Die Statistik enthält einen prognostischen Faktor (p=0,003).

    Die rote Linie zeigt die Ergebnisse für die Gruppe der Patienten, denen eine Impfung mit Autologer Tumor Vakzine verabreicht wurde, die blaue Linie zeigt die Ergebnisse der Vergleichsgruppe, die im selben Zeitraum wegen eines Lebertumors operiert wurden. Die Ordinate zeigt die Überlebensrate. Es gab 8 (38 %) von 21 Fällen in der Kontrollgruppe, die im Testzeitraum verstorben sind, dagegen gab es nur einen Fall (6 %) von 18 bei Verabreichung von Autologen Tumor Vakzinen. Die Statistik enthält einen prognostischen Faktor (p=0,01).

    Therapeutischer Effekt bei rezidivierenden malignen Hirntumoren

    Therapie beim „Glioblastoma multiforme“ (GBM)

     

    Hintergrund
    • 5 – Jahresüberlebensrate: 8 % (Landesweite Statistik über Hirntumoren Vol. 9, 1996)
    • Erfolgsrate einer Standardtherapie (Temozolomid) der rezidivierenden GBM: 7 % (J Neurooncol., 81: 271-277, 2007)
    • Mittlerer Wert der Gesamtüberlebenszeit unter Standardtherapie (Temozolomid und Bestrahlung): 14,6 Monate (N Engl J Med., 352: 987-996, 2005)

     

     

    Es ist ersichtlich, dass der Hirntumor im Verlaufe von mehreren Monaten bis über einem Jahr allmählich kleiner wird, obwohl nur ein Therapiezyklus der Autologen Tumor Vakzine verabreicht wurde.

    Erfolgsrate (CR + PR) Mittlerer Wert der Gesamtüberlebenszeit
    Effekte der Verabreichung Autologer Tumor Vakzine 17% 24 Monate

    Einfache Durchführung in der Praxis oder im Krankenhaus

    Weil eine Therapie mit Analoger Tumor Vakzine im Vergleich zu den anderen Tumorimmuntherapien viel einfacher ist, setzt sie sich immer mehr in großen Krankenhäusern und auch kleineren Einheiten durch.

    Die Zunahme der Arbeitsteilung zwischen großen Einheiten, wie etwa Universitätskliniken und Schwerpunktkrankenhäusern, die die Tumoroperationen durchführen, mit kleineren Einheiten, wie Praxiskliniken und Praxen, die die nachsorgenden Impfungen betreuen und bei Bedarf die Patienten zurücküberweisen, optimiert die Effizienz.

    Wenn Sie eine Zusammenarbeit mit uns anstreben, weitere Fragen haben oder Informationen benötigen, können Sie uns jederzeit anschreiben oder anrufen. Unsere Webseite stellt zudem weitere Informationen zur Verfügung.

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    Autologe Krebsimpfung

    Krebsimpfungstherapie

    Die autologe Krebsimpfung entstammt aus Gewebefragmenten des vorliegenden Tumors und Immun-Wirkverstärkern.

    Was ist AFTVac (Autologer Formalin-fixierter Tumor-Impfstoff)?

    Es ist ein neuer und innovativer Krebsimpfstoff, bestehend aus formalin-fixierten oder paraffineingebetteten Gewebefragmenten, die aus dem Krebsgewebe des Patienten (Tumor) und Immun-Wirkverstärkern stammen. Es ist ein körpereigener Impfstoff (Auto-Impfstoff oder autologer Krebs-Impfstoff) ohne problematische Nebenwirkungen.

    AFTVac ist letztendlich ein „personalisiertes“ Medikament gegen Krebs.

    AFTVac wird bei dem Patienten injiziert, von dem das Krebsgewebe chirurgisch entnommen worden ist. Dabei enthält dieses alle unbekannten, Krebs-assoziierten Antigene, die für jeden Patienten einzigartig sind.

    Die Immunzellen eines mit AFTVac-Injektionen behandelten Patienten unterscheiden zwischen bösartigen Krebszellen und normalen Zellen. 3 Injektionen werden einmal alle zwei Wochen auf ambulanter Basis verabreicht.

    Der Impfstoff besitzt das Potenzial, Wiederausbrüche zu unterdrücken, Metastasen zu verhindern und die übrig gebliebenen Krebszellen vieler Arten von Krebserkrankungen zu behandeln.

    Hintergrundforschung und Entwicklung der Krebsimpfung

    Tumorvakzine, die darauf abzielen zelluläre Immunreaktionen zu verbessern, basieren bisher auf bestrahlten Tumorzellen, Tumorzell-Lysaten, die mit Wirkverstärkern co-injiziert werden, genetisch modifizierten Tumorzellen, tumorassoziierten Antigen-Peptiden, Peptid-beladenen dendritischen Zellen oder dendritischen Zellen, die mit dem Tumor fusioniert wurden. Von diesen Tumorvakzinen sind tumorassoziierten Antigenpeptide nur bei den Patienten wirksam, die einen passenden Haupthistokompatibilitätskomplex (MHC) tragen. Allele, Peptide und Tumorzell-Lysate sind allerdings eher schwache Immunogene.

    Im Gegensatz dazu können antigenvorbelastete, dendritische Zellen vielversprechende Impfstoffe sein. Allerdings benötigt die Herstellung dieser Impfstoffe komplexe laboratorische Prozesse inklusive des Umgangs mit lebenden Zellen. Bei Besorgnis bezüglich der klinischen Praxis, zählen einfache Administrationstechniken zu den Schlüsselfaktoren. Von einem administrativen Standpunkt aus gesehen ist die Handhabung mit DNA-Impfstoffen einfach. Leider bieten dieser oftmals keine ausreichende Menge an Antigenen.

    Nach Verabreichung des Tumorimpfstoffs, erwarten die Wissenschaftler eine in-vivo-Induktion von zytotoxischen T-Lymphozyten (CTL), welche die Tumorzellen gezielt erkennen und töten. Es konnte wissenschaftlich belegt werden, dass CTL weit zytotoxischer als Lymphokin-aktivierte Killerzellen (LAK) gegen Krebs sind.

    Bei Versuchsreihen mit Tieren, konnten viele Laboratorien zeigen, dass CTL die wichtigsten Zellen sind, um die Entwicklung von Krebsgewebe zu unterdrücken und bereits entstandene Tumore zurück zu bilden.

    Wir, wie viele andere auch, konnten damit die Wirksamkeit bei der Behandlung von Patienten mit wiederkehrenden, bösartigen Gliomen bestätigen. Zudem fanden wir heraus, dass insbesondere exstirpiertes Gehirn-Tumorgewebe ein sinnvolles Ziel für die Induktion von autologem CTL der peripheren mononuklearen Blutzellen ist (PBMC).

    Außerdem wurde entdeckt, dass in Formalin fixierte und in Paraffin eingebettete Tumorsektionen sich als Quelle für Tumorantigene eignen und fixiert kultivierte Krebszellen die Expansion von autologem CTL anregen können. Darüber hinaus wurde berichtet, dass menschliches CTL aus fixen, adhärenten Blutzellen gewonnen werden kann, die zuvor mit Tumorantigenen beladen worden sind.

    Die klinische Praxis betreffend, sind die einfache Handhabung der Präparation und der Umgang der Krebsimpfstoffe am Krankenbett wichtige Faktoren.

    In dieser Hinsicht sind Vakzine mit lebenden Zellen, aufgrund ihrer komplizierten Herstellungsverfahren, von Nachteil.

    AFTVac wurde als ein neuartiger, einfacher, stabiler und klinisch wirksamer autologer Tumor-Impfstoff auf der Grundlage der gesammelten wissenschaftlichen Erkenntnisse entwickelt

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    Behandlungskosten

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    Niedrig dosierte Naltrxone Therapie (LDN)

    Niedrig dosierte Naltrexon Therapie (LDN)

    Was ist LDN?

    Eine sinngemässe Übersetzung des Informationsblattes des LDN Research Trust, die Originalfassung ist hier. (*bitte Anmerkung lesen!)

     

    Naltrexon ist ein Medikament der Klasse der Opiat-Antagonisten. Es ist zur Behandlung von Drogensüchtigen erforscht und erfunden worden. Die Dosierung zu diesem Zweck ist normalerweise 50 bis 150 mg täglich.

    Low-dose Naltrexone (LDN) ist seit 1985 in Amerika zur Behandlung von MS in Gebrauch, aber relativ neu in Grossbritannien. Obwohl das Medikament in sehr kleiner Dosierung eingesetzt wird, kann das Vorkommen von anfänglichen Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen werden.

    Diese Methode wurde von Dr. Bernard Bihari erarbeitet und erforscht.  Dr. Bihari war bis zu seiner Pensionierung praktizierender Internist, Psychiater und Neurologe in New York, USA.  Die Hauptwebsite lautet  http://www.lowdosenaltrexone.org

    Die Anfangsdosis ist während des ersten Monats der Behandlung nur 3 mg.  Es wurde berichtet, dass Patienten, die LDN zur Behandlung ihrer MS nehmen, einige Symptomerleichterungen spüren wie Reduktion von Krampfanfällen und Müdigkeit, Verbesserungen der Blasenfunktion, Hitzetoleranz, Mobilität, des Schlafs, Schmerzes, Zitterns und anderem.  Nach dieser Zeit (wenn keine Anfangsnebenwirkungen auftreten) kann die Dosis bis 4.5 mg erhöht werden, um die optimale therapeutische Wirkung zu erzielen.  Die Dosis soll möglichst zwischen 21 und 3 Uhr eingenommen werden.  LDN bleibt nur 4 Stunden lang im Kreislaufssystem.

    Für diejenigen, die eine 3-mg-Dosis nicht vertragen, sind schwächere Dosen von 1 bis 2 mg erhältlich.  Solche kleinen Dosen erlauben es, die Therapie gemässigter einzuführen und den Körper langsam an die stärkere Endorphinproduktion zu gewöhnen.

    Wie Naltrexon funktionert: Die Leistung dieses Medikamentes ist anscheinend der temporären Blockierung von Opiatrezeptoren zuzuschreiben.  Dadurch reagiert der Körper mit einer erhöhten Produktion von Endorphinen (einem natürlichen Schmerzmittel, das im Hirn produziert wird), was zu Schmerzreduktion und zu einem besseren Wohlbefinden führt.

    Ein erhöhter Endorphinspiegel scheint das Immunsystem zu stimulieren, was zu einer Erhöhung der T-Lymphozyten führt.  Dies wurde von Dr.  Bihari in seiner Forschung notiert. Die Erhöhung dieser T-Zellen scheint ein normaleres Gleichgewicht der T-Zellen zu verursachen, was zu einer signifikanten Reduzierung der Progressionsrate führt.  Es wurde beobachtet, dass bei Patienten mit schubartiger MS die Anzahl der Schübe reduziert und die Progression verlangsamt wird.  Bei Patienten mit chronischer progressiver MS (ob primärer oder sekundärer) scheint ebenfalls eine Reduktion der Progression stattzufinden.

    In Dr. Biharis Forschung hatte niemand einen Schub, während er mit LDN behandelt wurde.  Gelegentlich kann es aber vorkommen, dass Symptome kurzfristig verstärkt werden, zum Beispiel während Zeiten von Infektionen oder Stress. Dies stammt von bisher aktiven Läsionen, die bereits im Hirn oder Rückenmark vorhanden waren.

    Trotz dieser vielversprechenden Befunde muss betont werden, dass eine positive Reaktion auf diese Behandlung nicht versichert oder garantiert werden kann.

    Der Gebrauch von Low-Dose Naltrexone bei MS und mögliche Nebenwirkungen

    Anfangssymptome

    Am Anfang der Behandlung mit LDN kann es temporäre Verstärkungen der MS Symptome wie Schwäche, Gefühlsstörungen, Muskelkrämpfe, Schmerzen oder Müdigkeit geben. Diese Anfangssymptome können auch Störungen zeigen, die direkt mit der Veränderung der Hirnendorphine zusammenhängen.  So kann es Schlafstörungen geben, manchmal verbunden mit starken, eigenartigen und zum Teil aufwühlenden Träumen.  Diese Symptome verschwinden normalerweise nach wenigen Tagen oder Wochen der Behandlung und werden durch Verbesserungen in spezifischen Symptomen ersetzt.

    Die anfängliche Verstärkung von Symptomen kann auch dadurch erklärt werden, dass wir berücksichtigen, wie das Medikament funktioniert.  Im Gegensatz zum allgemeinen Glauben, dass MS wegen einem überaktiven Immunsystem erfolge, kann MS in Wirklichkeit wegen einer Reduktion in der Aktivität des Immunsystems auftreten. Im Speziellen ist es die Reduktion in der Anzahl von schützenden T-Zellen im Immunsystem, was es den CD4 Hilfszellen erlaubt, den Schaden anzustellen. Während einem akuten Schub ist die allgemeine Anzahl der T-Zellen reduziert, das Gleichgewicht zwischen Hilfs- und Schutzzellen gestört und die Hilfszellen nehmen Überhand.  Am stärksten zeigt sich das während einem akuten Schub, aber eine ähnliche Situation, wenn auch vielleicht etwas schwächer, entsteht in der chronisch progressiven MS.

    Es hat sich gezeigt, dass, wenn LDN vorhanden ist, die Produktion der T-Zellen (Schutzzellen) sich bei etwa 300 % erhöht. Wenn also die Anzahl der T-Zellen anfänglich erhöht wird, kann die Dominanz der CD4-Hilfszellen die Intensität der MS temporär verstärken.  Aber wenn dann die Anzahl der Schutzzellen weiterhin gesteigert wird, regelt sich das Gleichgewicht der Schutzzellen zu Hilfszellen, was die Aktivität und Intensität des Krankheitsverlaufes reduziert, und Symptome verringern sich.

    In weniger als 5 % der behandelten Fälle haben sich die verstärkten Anfangssymptome über längere Zeit gehalten, manchmal sogar ein paar Wochen lang.  Ganz selten kommt es vor, dass sich solche Anfangsschwierigkeiten über mehrere Monate hinausziehen, bis die Symptome sich reduzieren.  In solchen Situationen kann mit einer noch kleineren Dosis LDN angefangen werden, um dem Körper eine längere Angewöhnungszeit zu geben.

    Mögliche Symptome bei erhöhter Endorphinproduktion

    Wenn die Endorphinreaktion schnell und signifikant passiert, kann es zusätzliche Symptome geben, inklusive Übelkeit und Verstopfung. Das Gefühl der Übelkeit verschwindet normalerweise innerhalb von einigen Tagen und kann minimiert werden, indem man die Dosis herabsetzt, bis die Symptome verschwinden. Die Verstopfung kann zwei oder drei Wochen anhalten, bis sie sich verbessert.  In dieser Zeit wird empfohlen, zusätzliche unterstützende Massnahmen zu treffen.

    Sollte Verstopfung auch vor LDN ein Problem gewesen sein, kann es an der MS liegen oder mit der Einnahme von unverträglichen Nahrungsmitteln wie Kuhmilch oder Weizen zusammenhängen.  Eine solche Nahrungsüberempfindlichkeit kann eine Reihe von Symptomen verursachen, die generell als Reizdarmsyndrom bekannt sind.  Reizdarm kann sich mit Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung oder einer Situation, wo dies abwechselt, bemerkbar machen.

    Wenn Verstopfung in der Vergangenheit ein Problem war, ist es unerlässlich, dass diesem Problem vor dem Beginn mit LDN entgegengewirkt wird.  Man sollte viel frische und getrocknete Früchte und frisches Gemüse essen.  Zusätzlich sollten Nahrungsmittel, die Verstopfung hervorrufen, gemieden werden.  (Dies ist vor allem Kuhmilch und Weizen.)

    Den folgenden Abschnitt lasse ich in Englisch, da es um landeseigene Medikamente geht, die im deutschsprachigen Europa sicher unter anderen Namen verkauft werden.
    Stool softeners such as Lactulose, Codalax, Docusate sodium (Dioctyl or Docusol) may be used. Bowel stimulants such as Dulcolax or Senokot may be more effective, but should be used only occasionally or avoided if possible, as there will be a tendency to become dependent upon them.

    Bulking agents such as Celevac, Fybogel, or Normacol may be useful, but tend to be less effective than stool softeners.

    Commercial laxative bought over the counter at the chemist?s often contain phenolphthalein. These products should be avoided completely, as the substance is highly addictive with a rapidly acquired dependency. They appear to solve the problem initially, but continued use of such products will make the constipation much worse!

    Symptome im Zusammenhang mit einem Lactose-Füller

     

    Es hat sich herausgestellt, dass es Patienten gibt, die, nachdem sie einige Wochen lang LDN mit Lactose-Füller genommen haben, verstärkte Muskelsteifheit und Gelenkschmerzen verspürten. Dies scheint auf den Füller zurückzuführen zu sein. (Avicel, Acidophilus wird anscheinend meistens empfohlen.  Ed.)

    Symptome im Zusammenhang mit vorherigem Gebrauch von opiathaltigen Schmerzmitteln

    Gelegentlich gibt es vorübergehende Nebenerscheinungen wie verstärkte Schmerzen und Krämpfe, Kopfschmerzen, Durchfall oder Übelkeit mit Erbrechen. Diese zusätzlichen Symptome scheinen mit hohem Gebrauch von starken Schmerzmitteln zusammenzuhängen, welcher zu Sucht und Abhängigkeit geführt haben mag und so das körperliche Schmerzempfinden erhöht hat.

    Es ist daher unablässig, dass alle starken Schmerzmittel, inklusive Kodein und Morphin (Liste aus dem Originaltext: codeine, co-hydromol, co-codamol, dihydrocodeine, tramadol, morphine, pethidine, and diamorphine, Ed. ) mindestens 2 Wochen vor dem Beginn mit LDN abgesetzt werden.

    Symptome im Zusammenhang mit der Toxizität des Medikamentes

    In klinischen Studien von Naltrexon in den 80er Jahren wurde reversibler Leberschaden nur bei Patienten, die täglich mehr als 300 mg einnahmen, festgestellt.  Durchschnittlich ist das 100 Mal mehr, als die LDN-Dosis. Also ist die LDN-Dosis nur 1 % der Dosis, die reversible Leberschäden erzeugen kann. Die Möglichkeit von Nebenerscheinungen wegen der Giftigkeit des Medikamentes kann nicht ausgeschaltet werden, aber die Wahrscheinlichkeit schädigender Nebenwirkungen ist bei solch kleiner Dosis minimal.

    Langzeitwirkung von LDN ist bisher noch nicht getestet worden.  (Zur Zeit dieses Schreibens, 2008, war eine Studie geplant.)

    In der Zwischenzeit wird jedem mit bestehenden Leber- und Nierenproblemen empfohlen, solche Probleme dem verschreibenden Doktor mitzuteilen.  Das Risiko wird jedoch als minimal eingeschätzt, da die Dosis des Medikamentes extrem niedrig ist und innerhalb von 3-4 Stunden nach der Einnahme wieder aus dem Körper verschwindet.

    Therapieempfehlung

    Nimm einen Monat lang 3 mg, dann 4.5 mg täglich.  Sollte die 3-mg-Dosis sich als problematisch erweisen, kann eine 1- oder 2-mg-Dosis angewendet werden, welche dem Körper eine Chance gibt, sich an das Medikament zu gewöhnen.

    Wird bei 4.5 mg eine Verstärkung der Symptome bemerkt, kann das ein Zeichen sein, dass diese Dosis zu hoch ist.  Verringere in diesem Fall die Dosis und es sollten sich Verbesserungen zeigen.

    Kontraindikationen und spezielle Vorsichten

    LDN stimuliert das Immunsystem, während die traditionellen MS-Medikamente das Immunsystem unterdrücken.  Darum kann man LDN nicht nehmen, während man Steroide, Beta-Interferone, Methotrexate, Azathioprine, Mitoxantrone oder irgendein anderes immununterdrückendes Medikament nimmt. Sollte ein Zweifel bestehen, bitte legen Sie eine volle Liste der momentan von Ihnen eingenommenen Medikamente dem verschreibenden Arzt vor, damit ihre Kompatibilität überprüft werden kann. Beachten Sie:  LDN kann mit Copaxone genommen werden, denn dies ist kein Interferon.

    Folgende Information bezieht sich auf die Erhältlichkeit und Preise und ist vor allem für den britischen Raum wichtig, daher belasse ich sie in Englisch.

    LDN is available in liquid form, either privately or on the NHS, from Dickson's Chemist in Glasgow.

    The liquid suspension cost £15 a month, and is sent by monthly recorded delivery to your home. There are no problems with fillers; it keeps for 28 days at room temperature, 56 days in the fridge.

    Capsules are also available at £27 monthly with Avicel filler.


    Further costs are involved if you live outside the UK.

    To find out more call Paula on: 0141 647 8032

    LDN-Dosierung, Update

     

    Wir kriegen hin und wieder Anrufe von Leuten, die Probleme haben, LDN richtig einzustellen.  Hier einige Ratschläge:

    Anfangsdosierung:

    normalerweise 3 mg

    Wenn Krämpfe und Steifheit bereits vor dem Beginn auftreten, dann sollte eine niedrigere Anfangsdosis von 2 mg verwendet werden.

    In schweren Fällen sollte eine Anfangsdosis von 1 mg verwendet werden.

    Dosiserhöhung:

    LDN kann normalerweise nach einem Monat von 3 mg auf 4.5 mg erhöht werden.

    Im Fall von Nebenwirkungen oder Krämpfen ist es am besten, die Dosis immer nur um 0.5 mg zu erhöhen, und das normalerweise in Zwei-Wochen-Schritten. Wenn die höhere Dosis jedoch zu irgendeinem Zeitpunkt eine gegenteilige Wirkung hat, ist es am besten, die Dosis zu reduzieren und eine Erhöhung erst wieder zu versuchen, wenn die Nebenwirkungen verschwunden sind.

    Ständige Dosierung:

    Mit LDN ist die Dosierung subjektiv.  Manche Leute finden, dass es ihnen mit 2 mg am wohlsten ist.  Viele Männer vertragen die Dosierung über 3 mg nicht, weil es Symptome verstärkt.

    Quelle: http://www.ldnhilft.org/was_ist_ldn.html

     

    Fachartikel zu LDN Autor: Dr. med. Joachim Strienz © Joachim Strienz 2012

    Naltrexon heißt der Wirkstoff eines auch in Deutschland zugelassenen Medikaments, das zur Gruppe der Opioid- Antagonisten gehört. Es wird derzeit zur Behandlung von Alkoholabhängigen und Drogensüchtigen eingesetzt. Die Dosierung beträgt normalerweise 50 bis 150 mg täglich. In einer viel niedrigeren Dosierung, nämlich 1mg bis 4,5mg, scheint dieser Wirkstoff ganz andere Wirkungen zu besitzen und einen Einfluss auf das Immunsystem auszuüben. Diese Therapie wird international als LDN-Therapie (für Low Dose Naltrexon) bezeichnet. Naltrexon wurde bereits 1963 entdeckt, die Zulassung in den USA erfolgte 1984 zur Behandlung von Drogenabhängigen und 1995 zur Behandlung von alkoholabhängigen Patienten. 1998 kam die Zulassung zur Behandlung des kindlichen Autismus bei der Gefahr von Selbstverletzungen hinzu. In der Zwischenzeit ist der Patentschutz abgelaufen. Dies hat den Vorteil, dass die Kosten für dieses Medikament sinken, aber gleichzeitig die Pharmaindustrie ihr Interesse an der weiteren Erforschung verliert, da keine Gewinne mehr zu erwarten sind und die Kosten für eine Neuzulassung eines Medikamentes beträchtlich sind. Doch diese Substanz hat das Interesse zahlreicher Wissenschaftler geweckt, so dass überwiegend in den USA Forschungseinrichtungen klinische Studi- en überwiegend bei Patienten mit Multipler Sklerose durchführten. Naltrexon ist ein Opioid-Antagonist. Das bedeutet, dass der Wirkstoff im Gehirn an Bindungsstellen (Rezeptoren) der Nervenzelle andockt und sie blockiert, im Gegensatz zum Morphin, dem klassischen Opioid, das ebenfalls an diesen Rezeptoren eine Verbindung eingeht, aber eine Reaktion an der Nervenzelle auslöst (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Es gibt verschiedene Opioid-Rezeptoren, die unterschiedliche Reaktionen auslösen können. Die wichtigsten sind µ1 (my1) und µ2 (my 2), sowie ? (kappa) und ? (delta). Je nachdem an welchem Rezeptor das Opioid eine Verbindung eingeht, werden unterschiedliche Effekte ausgelöst.

     

    µ1: Schmerzstillung, Euphorie, Miosis (Pupillenverengung), Hypothermie (Unterkühlung), Abhängigkeit

    µ2: Schmerzstillung, Euphorie, Miosis (Pupillenverengung), Atemdepression (Herabsetzung der Atemtiefe), Obstipation (Verstopfung), Abhängigkeit

    ?: Schmerzstillung, Dysphorie (Miss-Stimmung), Miosis (Pupillenverengung), Atemdepression (Herabsetzung der Atemtiefe), Sedation (Ruhigstellung)

    ?: Schmerzstillung, Atemdepression (Herabsetzung der Atemtiefe), Obstipation (Verstopfung), Abhängigkeit, Blutdruckabfall.

    Der Körper ist selbst in der Lage Opioide zu bilden. Sie werden eingeteilt in

     

    Endorphine (?endogene Morphine?)

    Dynorphine

    Enkephaline

    Endorphine sind körpereigene Opioide, die im Hypothalamus und in der Hypophyse gebildet werden. Sie werden als Reaktion auf Schmerz freigesetzt, wobei die Freisetzung an ACTH gekoppelt ist, das auf Stress reagiert. Auch beim Ausdauer-Sport werden Endorphine ausgeschüttet und erzeugen ein Glücksgefühl. Dynorphine bewirken Schmerzverminderung und Beruhigung. Dabei entstehen keine Glücksgefühle, eher eine depressive Stimmung (Dysphorie) wurde beschrieben.

    Enkephaline sind in 2 Formen vorhanden. Eine Form, das Met-Enkephalin wurde als Opioid-Wachstumsfaktor (OGF) identifiziert. Auch diese Substanz bindet an einen speziellen Rezeptor. Über diesen Mechanismus kommt es zu Reaktionen am Zellkern, wodurch die DNA (unsere Erbsubstanz) der Zelle beeinflusst wird. Das Zellwachstum oder die Wundheilung werden angeregt.

    Naltrexon bindet stark an den µ1- und leicht an den ?-Rezeptor, in niedriger Dosierung aber nur am µ1-Rezeptor für etwa 5 Stunden. Diese Blockierung führt zu einem Anstieg von Met-Enkephalin, identisch mit dem Opioid-Wachstumsfaktor. Außerdem scheint auch die Zahl der entsprechenden Rezeptoren (OGFr) zuzunehmen. Wenn nach ca. 5 Stunden die Blockade des µ1-Rezeptors wie- der nachlässt und schließlich dann ganz aufhört, stehen erhöhte Mengen an endogenen Opioiden zur Verfügung, die nun ihre Wirkung an den Zellen ausüben können. Der Effekt ist dann mit einer Entzündungshemmung gleichzusetzen. Die

     

    Naltrexon bindet stark an den µ1- und leicht an den ?-Rezeptor, in niedriger Dosierung aber nur am µ1-Rezeptor für etwa 5 Stunden. Diese Blockierung führt zu einem Anstieg von Met-Enkephalin, identisch mit dem Opioid-Wachstumsfaktor. Außerdem scheint auch die Zahl der entsprechenden Rezeptoren (OGFr) zuzunehmen. Wenn nach ca. 5 Stunden die Blockade des µ1-Rezeptors wie- der nachlässt und schließlich dann ganz aufhört, stehen erhöhte Mengen an endogenen Opioiden zur Verfügung, die nun ihre Wirkung an den Zellen ausüben können. Der Effekt ist dann mit einer Entzündungshemmung gleichzusetzen. Die Freisetzung von Entzündungsstoffen, einschließlich NO wird reduziert.

    Naltrexon hat außerdem Einfluss auf den im Gehirn am häufigsten vorkommenden Botenstoff (Neurotransmitter) Glutamat. Aufgrund fehlgesteuerter Stoffwechselprozesse kommt es zu einem Anstieg der Glutamatkonzentration. Aus einer physiologischen Anregung des Gehirns entsteht dadurch eine Übererregung der Nervenzellen. Nervenzellen werden dadurch geschädigt oder zerstört. Nachweisbar ist dieser Zustand durch Messung von Glutamat im zweiten Morgenurin. Naltrexon reduziert das erhöhte Glutamat über eine Verbesserung der Funktion des Glutamat-Transporters.

    Neben- und Wechselwirkungen von Naltrexon: Naltrexon darf nicht mit Medikamenten kombiniert werden, die das Immunsystem unterdrücken (Immunsuppressiva). Unter der Therapie mit Naltrexon kann es zu einem Anstieg der Leberwerte und des Cholesterins kommen. Am Beginn der Therapie können vorübergehend Schlafstörungen auftreten.

    ?Off-Label-Use? (Zulassungsüberschreitende Anwendung eines Medikamentes): Die niedrig dosierte Therapie mit Naltrexon erfolgt außerhalb des in der Zulassung beantragten und von den nationalen oder europäischen Zulassungsbehörden genehmigten Gebrauchs. Diese Behörden regeln das Anwendungsgebiet (Indikation), die Dosierung oder die Behandlungsdauer. Die Zulassungsanträge von Pharmaunternehmen bei den Arzneimittelbehörden für neue Arzneimittel sind meist sehr eng gefasst und Anträge auf Erweiterung der bestehenden Zulassung sind selten. Ein wichtiger Grund dafür liegt in den hohen Kosten für die geforderten klinischen Prüfungen. Für viele seltene Indikationen ist überhaupt kein zugelassenes Medikament verfügbar, und in Gebieten mit rasch voranschreitender Forschung hinkt der Zulassungsstatus der Präparate weit hinter den Therapiestandards her. Vor allem in der Kinderheilkunde und in der Krebsbehandlung wird ein Großteil der Medikamente ?off-label? angewendet. Letztendlich haften die behandelnden Ärzte in diesen Fällen für die medizinische Richtigkeit oder bei Nebenwirkungen. Die ärztlichen Fachgesellschaften empfehlen, Off-Label-Verordnungen nur auf Basis von gültigen Leitlinien, Empfehlungen oder von anerkannter wissenschaftlicher Literatur durchzuführen. Besonders wichtig ist die Aufklärung des Patienten. Die Akzeptanz der Krankenkasse ist für das Haftungsrecht des Arztes unerheblich. Für die Haftung ist maßgeblich, ob die Verordnung eines Medikaments dem medizinischen Standard entspricht. Liegt eine Zulassung für die Indikation nicht vor und es kommt zu einem Behandlungsfehler, dann gerät der Arzt in Beweisnot. Der Patient sollte durch seine Unterschrift klarstellen, dass er über den Sachverhalt informiert wurde.

    Da das Medikament verschreibungspflichtig ist, muss die Verordnung von Naltrexon als ?Low Dose Therapie? auf einem grünen Rezept vorgenommen werden.

    Dosierung von Naltrexon Die Low Dose Therapie mit Naltrexon wird mit 1 bis 3mg begonnen. Das Medikament sollte nach 21:00 Uhr eingenommen werden. Nach vier Wochen kann die Dosierung bis auf 4,5mg gesteigert werden.

    Bezugsquellen für Naltrexon als LDN: In Deutschland sind mit einem Rezept nur Tabletten mit 50mg Naltrexon erhältlich. Die Therapie mit LDN wird aber mit 1 bis 4,5mg durchgeführt. Wie wird nun eine Dosisreduzierung durchgeführt? Dafür gibt es nun zwei Möglichkeiten.

     

    1. Die Apotheke portioniert das Medikament auf eine Dosis von 1 bis 4,5mg.

    2. Der Patient führt die Dosisreduzierung selbst durch.

    Die erste Möglichkeit ist die beste, erzeugt allerdings zusätzlichen Kosten durch die Apotheke. Vielleicht ist es auch etwas schwierig, eine Apotheke zu finden, die diese Arbeit übernimmt. Die zweite Möglichkeit geht so: Sie besorgen sich in einem Geschäft für Haushaltsartikel ein Fläschchen, in das 50ml Flüssigkeit passen und einen verschließbaren Deckel hat. In dieses Fläschchen geben Sie zuerst 50ml destilliertes Wasser und danach eine Tablette Naltrexon zu 50mg.Nach einem kurzen Schütteln löst sich die Tablette vollständig auf. Nun haben Sie eine Lösung mit einer Konzentration von 1mg Naltrexon pro ml. Mit einer Spritze entnehmen Sie nun 1, 2 oder 3ml und spritzen dann den Inhalt der Spritze in den Mund oder auf einen Löffel. Der Inhalt des Fläschchens reicht dann 16 Tage. Das Fläschchen bewahren Sie im Kühlschrank auf.

    Der Wirkstoff Naltrexon wird in Deutschland unter verschiedenen Namen vertrieben. Die Dosierung beträgt immer 50mg/Tablette: Derzeit (Stand September 2011) sind erhältlich:

     

    Adepent® Desitin 28 TAB 127.20

    Nemexin® Bristol-Myers-Squibb 28TAB 150.71?

     

    Weitergehende Informationen zu LDN

    Patientenaufklärung zu Naltrexon und LDN

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    Quelle: http://www.fatigatio.de/fachartikel-fachberatungen/fachartikel-zu-ldn/

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    Die Gentherapie

    Funktionen und Potential einer Gentherapie

    Ursache der Krebsentstehung ist die Mutation von DNA. Eine Gentherapie setzt daran an, die mutierten Zellen zu minimieren. Aktuell sprechen wir von mehreren verfügbaren Gentherapien auf der gesammten Welt. Wenn eine Gentherapie anschlägt zeigt sie bereits nach 2-3 Wochen positive Ergebnisse. Dadurch, dass es bei der Gentherapie keine Entwicklung von Resistenzen gibt, findet diese auch bei geschwächten und kranken Immunsystemen Verwendung. Das therapeutische Gen wird nicht von Eizellen, beziehungsweise Samen aufgenommen, deshalb ist auch eine Vererbung an den Nachwuchs ausgeschlossen, zusätzlich wird die Therapie durch Chemotherapie oder Bestrahlung nicht kontraindiziert.

    Vorteile der Gentherapie

    • Unterdrückung der Genexpression von Wachstumsfaktoren, daraus resultierende Hemmung des Zellzyklus und somit keine weitere Zellteilung.
    • Anhalten des Zellzyklus falls die DNA geschädigt ist. Falls der Schaden sich als reparabel per DNA-Reparatur erweist, erfolgt ein Fortfahren des Zellzyklus.
    • Die Zelle gewinnt an Zeit die Schäden zu reparieren und bei nicht reparablen Schäden rechtzeitig einen vorprogrammierten Zelltod hervorzurufen.
    • Falls ein irreparabler DNA-Schaden vorliegt, leitet das Tumorsuppressoren die Apoptose der Zelle ein, um den Organismus vor Schäden durch die potenzielle Tumorzelle zu bewahren.
    • Einige der an der Zelladhäsion beteiligte Proteine hindern Tumorzellen an der Streuung im Körper und hemmen die Bildung von Metastasen. Die Zentralle Rolle wird bei der Expression von Genen durchgeführt, die die Regenerationsfähigkeit oder den Zelltod auslöst.
    • Gen p53 sorgt dafür, dass sich eine Zelle nur dann teilt, wenn ihr Erbgut auch intakt ist und das ist bei einer Tumorzelle nicht der Fall. In sechzig Prozent aller Krebsfälle ist eine Mutation des p53-Proteins nachweisbar.

    1. Hintergrund der Gentherapie

    Zuerst soll das Prinzip der Gentherapie dargestellt werden, denn fast alle Krankheiten haben genetische Ursachen, angefangen von Allergien über Autoimmunkrankheiten bis hin zum Krebs. In Tierversuchen konnte bereits in den 80 Jahren nachgewiesen werden, dass es möglich ist krankheitsverursachende Gene durch therapeutische Gene zu ersetzen und zu korrigieren.

    Somit heilt eine Gentherapie die tatsächlichen Ursachen von Krankheiten und nicht nur die sogenannten Symptome. Mittlerweile wurden tausende von Menschen in klinischen Studien gegen Krebs und anderen schweren Erkrankungen behandelt. Das Prinzip ist meistens gleich und einfach: Die heilenden Gene werden mit einem Gentransportierendem Taxi also einem Vektor in die Tumorzelle eingeschleust, das größte Problem bei allen Gentherapien ist der Transport der neuen gesunden Gene. Zur Zeit verwendet man Vieren, die ungefährlich gemacht werden durch ausschalten bestimmter Sequenzen. Die bessere und ungefährlichere Transport-Lösung ist mit einem körpereigenem Fettteilchen (Liposomen), es gibt auch tatsächlich die ersten Erfolge.

    2. Definition p53-Protein

    p53-Protein ist ein Tumorsuppressor, er steift an einer der wichtigsten Kontrollinstanzen für das Zellwachstum, er steht somit auch im Mittelpunkt der onkologischen Forschung.

    3. Tumorsuppressoren

    Tumorsuppressoren sind Proteine, die den Zellzyklus kontrollieren oder Apoptose auslösen. Damit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich beim Defekt oder Mangel eines solchen Proteins aus einer Zelle in einem Vielzeller eine Tumorzelle entwickelt. Es handelt sich weniger um die Bezeichnung einer Proteinfunktion als um eine physiologische Definition.[1]

    Eine Mutation oder Deletion eines für einen Tumorsuppressor codierenden Gens (Tumorsuppressorgens) erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Tumorbildung. In diesem Sinne haben Tumorsuppressorgene eine vergleichbare Auswirkung bei Mutationen wie Proto-Onkogene.

    4. Beispiele für Tumorsuppressoren

    p16: Diese Proteinfamilie hemmt die CDKs und verhindert so einen Übertritt von der G1 zur S-Phase des Zellzyklus.

    p27: Dieses Protein kontrolliert den Übergang von G0 zur G1-Phase des Zellzyklus und verhindert diesen, wenn es vermehrt gebildet wird. Sowohl von Viren befallene Zellen fördern über einen Gewebemediator (TGF-β) die p27 Bildung, als auch benachbarte Zellen bei der Kontaktinhibition.

    Das pRB umschließt normalerweise schalenartig den Transkriptionsfaktor E2F, der zur Einleitung der S-Phase zwingend gebraucht wird. Durch Phosphorylierung öffnet sich nach und nach die Hülle, und der Transkriptionsfaktor wird "freigelassen". In Tumorzellen ist das Gen für das RB-Protein in über 60 % der Fälle mutiert. Die Regulation (also der Phosphorylierungsmechanismus) des RB-Proteins ist sogar in jeder Tumorzelle in irgendeiner Weise gestört.

    Das p53: Dieses Protein sorgt dafür, dass sich eine Zelle nur dann teilt, wenn ihr Erbgut auch intakt ist. Dies ist bei einer Tumorzelle nicht der Fall. Dann zeigt p53 zwei Hauptwirkungen:

      • den Zellzyklus-Arrest, und bei irreparablen Schäden
      • die Einleitung der Apoptose.

    Funktionen und Potential der Gentherapie

    Tumorsuppressor-Proteine haben etwa folgende Funktionen:

    Unterdrückung der Genexpression von Wachstumsfaktoren, daraus resultierende Hemmung des Zellzyklus und somit keine weitere Zellteilung.

    Anhalten des Zellzyklus falls die DNA geschädigt ist. Falls der Schaden sich als reparabel per DNA-Reparatur erweist, erfolgt ein Fortfahren des Zellzyklus. Die Zelle gewinnt an Zeit die Schäden zu reparieren und bei nicht reparablen Schäden rechtzeitig einen vorprogrammierten Zelltod hervorzurufen.

    Falls ein irreparabler DNA-Schaden vorliegt, leitet das Tumorsuppressoren die Apoptose der Zelle ein, um den Organismus vor Schäden durch die potenzielle Tumorzelle zu bewahren.

    Einige der an der Zelladhäsion beteiligte Proteine hindern Tumorzellen an der Streuung im Körper und hemmen die Bildung von Metastasen. Die Zentralle Rolle wird bei der Expression von Genen durchgeführt, die die Regenerationsfähigkeit oder den Zelltod auslöst.

    Es gibt so gut wie keine Krankheit, die Gentherapien nicht behandeln bzw. heilen könnten.

    Mutation

    In über 60 Prozent der Krebsfälle ist die Mutation des Gens p53 nachweisbar. Aus dem Grunde ist eine maligne Zelle nicht mehr im Stande die Apoptose auszulösen um sich selbst zu eliminieren bzw. zu zerstören. Diese Zellen können metastasieren. Diese Patienten sprechen deutlich schlechter auf eine Bestrahlungs- und Chemotherapie, weil diese Zellen auf die Unterstützung des Gens p53 und deren  Apoptose nicht mehr zählen können. Wir sprechen somit bei dem Defekt des p53-Protein nicht direkt von der Ursache selbst einer Krebsentstehung, vielmehr von einer Unfähigkeit der Zelle, gegen eine Mutation rechtzeitig vorzugehen.

    Nebenwirkungen der Gentherapie

    Bisher wurden mehrere hundert Personen mit der Gentherapie behandelt und zeigten KEINE Nebenwirkungen.

    Neue Gentherapie JG-1

    Die neue Gentherapie JG-1 ist eine hochwirksame Therapie, die sich aus den Ergebnissen der CDC6shRNA Aktivierung von Genen und p16 Suppressionsgenen zusammensetzt.

    Die CDC6shRNA Aktivierung von Genen schaltet den Mechanismus der endlosen Replikation von Krebszellen durch den hochaktiven Krebs DNA-Duplikations-Aktivierungsfaktor aus. Anschließend werden die Krebszellen zerstört.

    Bei der Reparatur der defekten DNA werden dem eigentlichen p16-Tumor die Supprresionsgene p53 zugegeben. Diese haben die Fähigkeit, die defekten p53-Gene zu reparieren und führen damit zu einer Selbstzerstörung des Tumors (Apoptose).

    E 10 A

    E10A ist ein Medikament, das sich mit Hilfe des Vektor (Transporter) Adenovirus 5, der endostatinen Gene und Interferon-Gene direkt an den Krebs bindet.

    Das Endostatin ist der effektivste Vaskularisierungs-Blocker, um Neovaskularisation und die Metastasierung des Tumors zu verhindern, was schlussendlich zu einer Apoptose bzw. Nekrose der Krebszelle führt.

    E10 A wird vor allem für Tumore in fester Form im Kopf- und Halsbereich genutzt, darunter Leber-CA, Bauchspeicheldrüsen CA, Lungen-CA, Colon-CA, Prostata-CA.

    Charakteristika der Gentherapie

    1. Keine Resistenzbildung
    2. Praktisch keine Nebenwirkungen
    3. Parallel-therapien mit SDT/PDT, Immuntherapie mit GcMAF, Chemotherapie, Bestrahlung, Hochdosis Vit.C-gabe und integrative Immuntherapie steigern die Effektivität.
    4. Breite Indikation für alle Krebsarten, unabhängig vom Alter.
    5. Seid 1992 heißt p53  "Wächter des Genoms"   1993 wurde es zum "Molekül des Jahres" erklärt

    Ort der Behandlung

    Ambulante Therapie mit Infusion bzw. Injektionen. Dauer ca. 2 bis 4 Wochen - Japan/Deutschland

    • Eine Gentherapie der oben genannten Tumorarten ist momentan ausschließlich in zwei Ländern der Welt möglich. (Japan/Deutschland)
    • Das genaue Behandlungsprotokoll schwankt leicht zwischen unterschiedlichen Patienten und wird vom Arzt individuell für jeden einzelnen Patienten angepasst.
    • Sie können uns kontaktieren, wir geben Ihnen einen detaillierten Therapie-Ablauf, Informationen zum Aufenthalt und Unterbringung sowie evtl. Dolmetscher-Leistungen.

    Haben Sie weitere Fragen zur Therapie, Organisation usw. verwenden Sie unser Anfrageformular.

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