PDIS

PDIS & Nano ICG

 

                                   als Krebs-Nachweis und -Therapie

PDIS: Krebs-Nachweis und Behandlung

Ein hochmodernes Verfahren zur Diagnose und Behandlung von Tumoren ist die sogenannte Photodynamische Infrarot-Spektroskopie (engl. Photodynamic Infrared Spectroscopy). Diese Methode nutzt die Vorteile der Lichttherapie und der Infrarot-Technologie, um zirkulierende Tumorzellen zu entdecken und gezielt zu bekämpfen. PDIS ist ein minimal-invasives Verfahren, das sowohl als Krebs-Nachweis als auch als Therapie völlig schmerzfrei anzuwenden ist. Nebenwirkungen wie bei herkömmlichen Krebsbehandlungen sind bislang nicht bekannt. 

Was sind zirkulierende Tumorzellen?

Zirkulierende Tumorzellen (engl. circulating tumor cells, CTC) sind Zellen, die sich aus einem Tumor lösen und in den Blutstrom gelangen. Tumorzellen können sich im Blut sammeln und von dort aus andere Organe angreifen. Zirkulierende Tumorzellen sind oft die Ursache einer Metastasierung, führen also dazu, dass sich z.B. Darmkrebs, Brustkrebs etc. auch auf andere Organe wie Leber, Lungen, Gehirn oder Knochen ausbreitet. Daher eignen sie sich gut als Hinweis auf eine Tumorerkrankung oder als Krebs-Nachweis

Wenn ein Patient operiert und ein Tumor entfernt wurde - wie kann man das Risiko eines erneuten Auftretens der Tumorzellen im Blut einschätzen? Wie hoch ist das Risiko, dass ein anderes Organ von Krebs befallen wird? Um diese Fragen zu beantworten, müssen die Tumorzellen im Blut kontrolliert werden. Das Vorhandensein von Tumorzellen im Blut stellt die Grundlage für einen eindeutigen Krebs-Nachweis auf biochemischer Ebene dar. Befinden sich keine Tumorzellen im Blut, ist das ein gutes Zeichen, denn dann ist das Risiko für ein Rezidiv oder Metastasen sehr gering. Wenn jedoch Tumorzellen im Blut nachgewiesen werden, kann sofort eine spezifische Behandlung zur Bekämpfung der Krebszellen begonnen werden. Das Problem ist nur: Tumorzellen im Blut (oder auch: "Krebs-Stammzellen" genannt) lassen sich weder durch eine Chemotherapie noch Bestrahlung gezielt bekämpfen. 

Krebs-Nachweis und Behandlung: Bisherige Verfahren

Ein Krebs-Nachweis über Tumorzellen im Blut ist mit den bisherigen Verfahren zwar theoretisch möglich, aber schwierig. Denn erstens werden von einem Patienten in der Regel nur 10 bis 20 Milliliter Blut untersucht und nicht sein gesamtes Blut mit einem Volumen von 5 bis 6 Litern. Ob sich bereits irgendwo im Körper Metastasen gebildet haben, ist damit nicht eindeutig zu klären, ein Krebs-Nachweis somit nicht zweifelsfrei möglich. Zweitens gibt es verschiedene Varianten von zirkulierenden Tumorzellen im Blut, sogenannte Phenotypen oder Subtypen. Ein Subtyp heißt Epithelzellen und ein anderer Mesenchymzellen (oder mesenchymale Zellen). Diese Namen bezeichnen die verschiedenen Stadien von Tumorzellen im Blut, das heißt, dass Epithelzellen zu Mesenchymzellen werden können. Biochemische Untersuchungen im Labor können jedoch nur - im besten Fall - Epithelzellen entdecken, nicht jedoch Mesenchymzellen. So ist jeder Laborbefund mit gewissen Ungenauigkeiten behaftet und als Krebs-Nachweis nur bedingt geeignet. 

Nicht nur beim Krebs-Nachweis, sondern auch bei der Behandlung gibt es Forschungsbedarf. Herkömmliche Behandlungsmethoden zielen darauf ab, Tumorzellen im Blut und in den Organen zu zerstören. Da hierbei auch gesunde Zellen angegriffen werden, kommt es zu teilweise massiven Nebenwirkungen und das Immunsystem wird durch die Behandlung erheblich geschwächt. Um den Krebs zu besiegen, ist ein starkes Immunsystem jedoch von großer Bedeutung. Deshalb suchen Wissenschaftler unablässig nach neuen Verfahren, die ebenso effektiv, aber mit weniger Nebenwirkungen verbunden sind, als die bisherigen Methoden, Tumorzellen im Blut zu bekämpfen. 

Neu: PDIS-Verfahren als Krebs-Nachweis

Jetzt gibt es einen neuen Krebs-Nachweis für zirkulierende Tumorzellen namens Photodynamische Infrarot-Spektroskopie (engl. Photodynamic Infrared Spectroscopy, PDIS). Die Methode wurde an einer Universität in Deutschland entwickelt und wird inzwischen an einigen Kliniken eingesetzt. PDIS ermöglicht es, in Echtzeit zirkulierende Tumorzellen zu entdecken - und zwar sowohl die Epithelzellen als auch die Mesenchymzellen. 

Bei der PDIS-Methode bekommt der Patient einen normalen Venenkatheter gelegt. Über diesen wird ein Photosensibilisator injiziert. Hierbei handelt es sich um nicht-toxische Substanzen wie Indocyaningrün (engl. indocyanine green, ICG), die sich vornehmlich in Krebszellen anreichern und durch das Laserlicht einer bestimmten Wellenlänge aktiviert werden. Auf diese Weise bindet die Substanz sozusagen auf optische Art und Weise zirkulierende Tumorzellen oder Krebszellen. Die Injektion dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Photosensibilitasoren wie ICG sind für gesunde Zellen völlig ungefährlich und werden nur aktiviert, wenn sie mit Licht einer bestimmten Wellenlänge in Kontakt kommen.

Unmittelbar nach der Infusion wird über den Katheter ein faseroptischer Laser (Infrarot-Laser) in die Vene eingeführt. Die PDIS-Untersuchung beginnt direkt über der Vene, in die der Katheter eingeführt wurde. Das Screening von 5 bis 6 Liter Blut dauert etwa 20 Minuten. Wenn sich nur eine einzige zirkulierende Tumorzelle im Blut befindet, entdeckt sie das hochsensible Spektroskop und signalisiert das auf dem Monitor. Darüber hinaus liefert die Messung noch weitere wichtige Informationen, zum Beispiel bezüglich der Phosphoreszenz und Fluoreszenz. Beide Eigenschaften sorgen für eine Messgenauigkeit von 95 bis 98 %, womit das Verfahren als hochsensitiv und spezifisch für zirkulierende Tumorzellen einzustufen ist. 

Die Patienten spüren von der Behandlung in der Regel nichts. Die Anwendung von PDIS ist fast immer schmerzfrei und es sind keine Nebenwirkungen wie Rötungen auf der Haut oder Ähnliches bekannt. 

PDIS als Behandlungsmethode

Sobald zirkulierende Tumorzellen identifiziert sind und damit der Krebs-Nachweis erbracht, kann die gezielte Behandlung mit PDIS beginnen. Die Photodynamische Tumortherapie mit Infrarot-Laser setzt am Handgelenk an, um das Blut in den Venen zu erreichen, die direkt unter der Haut liegen. Wenn das Infrarot-Licht auf mit ICG angereicherte zirkulierende Tumorzellen trifft, setzt es dort eine Kette von Reaktionen in Gang, die letztendlich zum Tod der Krebszellen führen: Durch die Absorption von Licht reagiert die Substanz mit dem im Gewebe vorhandenen Sauerstoff. Dieser wandelt sich in sogenannten Singulett-Sauerstoff um, der die Membran und andere Bestandteile der Tumorzellen beschädigt und diese damit zerstört. 

Die Wirkung des Lichts bei der PDIS ist in etwa mit einem Sonnenbrand zu vergleichen, der zirkulierende Tumorzellensozusagen verbrennen lässt und somit das erkrankte Gewebe zerstört. Gesunde Zellen werden durch Photosensibilitasoren nicht beeinträchtigt. 

Durch die Behandlung mit PDIS kann eine starke Lichtempfindlichkeit des ganzen Körpers auftreten, die mehrere Wochen lang anhalten kann. In dieser Zeit müssen die Patienten ihre Haut und Augen mit entsprechender Kleidung und Augenschutz vor direktem Sonnenlicht und grellem Kunstlicht schützen. Darüber hinaus sind keine längerfristigen Nebenwirkungen bekannt.

Bislang wird PDIS vor allem zur Behandlung von allen Krebsarten, außer Leukämie eingesetzt. Möglich ist auch die Anwendung bei kleinzelligen Lungentumoren, Speiseröhrenkrebs und Magenkrebs sowie bei Hirntumoren und Gallengangkrebs. Letzterer ist meist nicht operabel und geht deshalb in der Regel mit einer eher schlechten Prognose einher. PDIS kann hier eine gute Alternative zur aggressiven Chemotherapie darstellen. 

    Für wen ist PDIS geeignet?

    Die PDIS-Methode ist zum einen ein vorbeugendes bzw. diagnostisches Verfahren, das als Krebs-Nachweis dienen kann. Zum anderen kann es als therapeutisches Verfahren bei der Behandlung von Tumorpatienten eingesetzt werden. Es ist deshalb vor allem für Patienten geeignet, die

    - nach einer Operation wissen möchten, wie hoch das Risiko für ein erneutes Wiederauftreten der Krebserkrankung ist
    - einen genau lokalisierten Tumor haben und sich vor einer Metastasierung fürchten
    - ein hohes Risiko für eine Krebserkrankung haben, weil sie genetisch vorbelastet sind
    - in ihrem Körper bereits Metastasen haben und deren Ausbreitung über zirkulierende Tumorzellen kontrollieren möchten

    Grundsätzlich kann das PDIS-Verfahren auch bei Patienten eingesetzt werden, die bereits chirurgisch, mit einer Chemotherapie und/oder Bestrahlung behandelt wurden. In manchen Fällen bietet sich eine kombinierte Behandlung an, bei der mehrere Verfahren (zum Beispiel Operation und PDIS oder Chemotherapie und PDIS) zur Anwendung kommen. 

    Hinweis: Die Photodynamische Therapie kommt im Übrigen nicht nur in der Krebsbehandlung zum Einsatz, sondern kann auch bei der Behandlung von Viruserkrankungen, bakteriellen Infektionen, Borreliose und parasitären Erkrankungen angewendet werden.

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    Nehmen Sie einfach kontakt mit uns auf.

    Richtig durch die Fastenzeit

    Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

    genau zum Beginn der „Fastenzeit“ haben wir den Rundbrief nicht geschafft, aber dennoch ein paar Gedanken und Tipps dazu aus unserer Praxis.

    Überall ist natürlich in dieser Zeit über das Fasten viel zu lesen und gottseidank wird die Sinnhaftigkeit geringerer Nahrungsaufnahme zu bestimmten Zeiten oder in bestimmten Situationen auch wissenschaftlich nicht mehr bestritten.

    Noch vor weniger als 10 Jahren hieß es häufig,, es gäbe „...keine „Entschlackung“, wo sollen denn die Schlacken überhaupt sein, das ist alles Unsinn“. Heute wissen wir, dass die Schlacken sich in den Zellen befinden und dort für allerlei Unfug und Ungleichgewicht sorgen können. Viele Ärzte haben dem Fasten sogar mehr Schaden als Nutzen zugesprochen. Natürlich, auch das kann durchaus sein, denn in bestimmten Lebensphasen, bei verschiedenen Erkrankungen oder in psychisch sehr instabilen Situationen muss genau überlegt sein, ob reines Fasten ein guter Plan ist. Im gesunden Zustand präventiv zu fasten ist niemals schädlich, wenn man gut aufgeklärt ist, wie richtiges Fasten funktioniert und man nicht einfach nur „nichts mehr isst“. Eine gute Begleitung zur Entgiftung, Unterstützung der Leber, ausreichend Ruhe, richtiges Abführen etc. sind unabdingbar.
    Über das Fasten selbst muss hier nicht ausführlich gesprochen werden; darüber gibt es zu den unterschiedlichen Fastenvarianten ausführliche Informationen in zahlreichen Büchern, im Internet, über Fernsehsendungen und Zeitschriften.

    Aber ein paar Gedanken dazu lohnen vielleicht doch:

    Das Fasten zu dieser Jahreszeit gibt es seit vielen hunderten von Jahren, ja Jahrtausenden. Aber nicht, weil wir – wie heute so oft – das ganze Jahr zu viel aßen sondern weil es zu dieser Jahreszeit einfach kaum mehr etwas gab. Die Vorräte waren fast aufgebraucht, die Natur aber noch im Winterschlaf gab kaum etwas her. Also, hieß es Ruhe geben, damit nicht zu viel Energie verbraucht wurde (!) und von dem wenigen zu zehren, was noch da war. Der Stoffwechsel fährt herunter, Reserven werden aufgebraucht. Das ist in unserer Zeit sehr von Vorteil, damals hat es sicherlich häufig auch zu Mängeln und großer Schwäche geführt, die vor allem die Stärkeren (also auch „Dickeren“(!) überlebt haben und die, welche eine ausreichende und kluge Vorratshaltung hatten oder sich über die Jagd noch mit Fleisch versorgen konnten. Unser Körper hat evolutionär die Aufgabe für schlechte Zeiten zu speichern, was auch sehr klug ist. Heute aber kennen wir hier kaum mehr Mangel und so wird aus dem eigentlich wichtigen Speichern dann Verdruss (Kalorien zählen, Diäten, ständiges wiegen...) und Übergewicht.

    Wir fasten nicht aus Not sondern aus dem Überfluss heraus. Eigentlich eine verrückte Sache – sich krank zu essen und dann gesund zu fasten. Klingt nicht sehr nach Gleichgewicht und wir muten damit unserem Körper oft ganz schön viel zu.

    Und das ist ein interessanter Gedanke. Denn würden wir wieder jahreszeitlicher leben, das essen, was unsere Region, unser Land zu jeder Jahreszeit für uns bereit hält, bräuchten wir nicht zu fasten. Denn zum einen ist die Menge sowie auch die Vielfalt begrenzt und wir würden automatisch zum sog. „intermittierenden fasten“ kommen und auch zu einem viel ökologischeren Lebensstil. Gewichtsprobleme gäbe es dann weitgehend nicht mehrJ
    Was würde das heißen: Wir essen nur 2-3x tgl., halten eine Nahrungskarenz von mind. 4 Stunden von Mahlzeit zu Mahlzeit ein und von abends zu morgens ungefähr 14 Stunden.

    Dieses intermittierende fasten wird heute von Ernährungswissenschaftlern und Ernährungsmedizinern als optimal angesehen, passt aber meist nicht zu unserem Lebensstil, der immer gerne alles und zu jeder Zeit und in jeder Menge zur Verfügung haben möchte, natürlich auch unterwegs „to Go“ . Häufig hilft uns das essen auch runter zu kommen von Stress, Frust, Einsamkeit, Angst..., leider meist nur sehr kurzfristig, wenig wirksam und nicht nachhaltig. Wie schwer es dann oft ist, überflüssige Pfunde wieder zu verlieren wissen Viele von uns aus leidvoller Erfahrung.

    Wenn wir jetzt aus dieser Erkenntnis kein Dogma machen, sondern es als Impuls und Anregung verstehen, könnte das ein großer Schritt in Richtung mehr Gesundheit und Wohlgefühl sein und die Ressourcen unserer Erde schonen. Nicht auf der Strecke bleiben muss ja die Fülle und Lebensfreude, die Freude daran, mehr Abwechslung zu haben, bei Festen und beispielsweise, am Wochenende mal mehr oder anderes zu essen, wenn wir eingeladen sind, wenn wir im Urlaub sind, Leckeres mit anderen zu teilen, gemeinsam zu kochen. Dann sollten wir uns glücklich schätzen in dieser Zeit zu leben und so viele wunderbare Lebensmittel zur Verfügung zu haben.

    Das Geheimnis liegt in der Balance, die wir in der heutigen Zeit nur schwer aufrecht halten können – zwischen Ruhe und Stress, zwischen Anspannung und Entspannung, zwischen Schlafen und wach sein, Freude und Frust, Geben und Nehmen, Angst und Hoffnung, Mut und Verzagtheit und eben zwischen ausreichend und zu viel in jeder Hinsicht.
    Immer mehr anzusammeln, ob in Form von Nahrung oder Dingen, und dann wieder aus diesem Überfluss heraus für ein paar Wochen etwas wegzulassen um uns, gesundheitlich oder moralisch besser zu fühlen – eine eigenartige Geschichte...

    Wenn Sie derzeit fasten oder reduziert essen oder sich einfach nur Gutes tun wollen, dann ist dafür die beste Unterstützung ein Aderlass nach Hildegard von Bingen. Es ist ein bluthygienisches Verfahren zur Entgiftung, Stärkung und Regulierung der Körperfunktionen. Der Aderlass ist eine entlastende und regenerierende Vorsorgemaßnahme, die 2x jährlich „genossen“ großartig ist. Der Hildegard Aderlass findet immer die ersten 6 Tage nach Vollmond morgens nüchtern statt. Die nächste Möglichkeit in der Praxis ist vom 05.-08. März 2018, im April vom 02. Bis 05.04. Infos gerne über die Praxis erfragen.

    Wunderbar in dieser Zeit als stärkendes, wärmendes und schützendes Getränk ist die „Curcuma Milch“. Sie überflutet den Körper mit Antioxidantien, ist reinigend, energetisierend, entzündungshemmend und zaubert ein Lächeln ins Gesicht. Danach fühlt man sich im wahrsten Sinne des Wortes „gewappnet“.

    So geht’s für zwei Gläser:

     

    - Ein ca. 2 cm großes Stück Curcumawurzel mit Schale, gibt’s im Bioladen (oder notfalls 1 EL bio Curcumapulver)
    - Frisch geriebener Ingwer – Menge nach Geschmack
    - 1 Prise Muskat
    - ½ TL Zimt
    - etwas gemahlener Pfeffer
    - 1 guter TL Kokosöl
    - wer mag, noch ein TL Nussmus nach Geschmack
    alles zusammen mit 350 ml Pflanzenmilch (Hirse-, Hafer-, Dinkel-, Kokos-, Vollreis-, Hanf-, Buchweizen-, Macadamiamilch) mixen, erwärmen und genießen. Wer Pflanzenmilch gar nicht mag mixt es einfach mit Wasser und gibt einen guten Schuss Sahne dazu. Gerne auch abseihen, wenn die evtl. noch vorhandenen kleinen Stückchen der Curcumawurzel Sie stören.

    Und hier ein Buchtipp zu einem ganz anderen Thema: Der Pille.

    „Freiheit von der Pille“ von Sabine Kray ist ein unglaublich informatives, sachliches, gut recherchiertes und knackiges Büchlein zum Thema Pille, medizinisch und soziokulturell. Jede junge Frau, jede Mutter, Schwester, Tante, Oma und vor allem auch die Männer all dieser Frauen sollten dieses kleine Buch lesen. Es ist keine Hassschrift gegen die Pille, aber trotzdem ist es sicher schwerer, nach der Lektüre tgl. seine Pille (gilt natürlich auch für Hormonspirale, Stäbchen, Nuvaring...) aus dem Blister zu drücken und zu schlucken, die Tochter zur Einnahme der Pille zu motivieren, es als selbstverständlich anzusehen, wenn die Freundin, Lebensgefährtin oder Ehefrau die Pille schluckt. Also, wer sich dem nicht aussetzen will, sollte es nicht lesen. Wer es tut, wird sicher froh sein über die Erkenntnisse daraus.

    - Gibt es hier

     

    Kommen Sie noch gut über den Winter, genießen Sie die Ruhe dieser Zeit und bleiben Sie gesund!
    „Es ist verrückt, die Dinge immer gleich zu machen und dabei auf andere Ergebnisse zu hoffen“. (Albert Einstein)
    In diesem Sinne – haben Sie Mut zu Veränderungen!

    Ihr Praxisteam

    Informationen zum Nagalase Test

    1. Zusammenfassung
    2. Was ist „Nagalase“?
    3. Wie stellt man sich die Inaktivierung von Gc-MAF durch Nagalase vor?
    4. „Nagalase Test“: Was ist das?
    5. Ich möchte den Nagalase Test durchführen lassen? Wie geht das?
    6. Was kostet der Test und wie wird der Test abgerechnet?
    7. Künstlich hergestellter Gc-MAF zur Behandlung von Erkrankungen
    8. Welche weiteren Mess-Werte können bei einer Gc-MAF- Therapie noch von Bedeutung sein?
    9. Wissenschaftliche Literatur
    10. Erklärung wichtiger Begriffe
    11. Hinweise zur Proben-Gewinnung für den Nagalase-Test
    12. Hinweise zur Zentrifugation von Gel-Monovetten

    1. Zusammenfassung

    • Nagalase ist ein körpereigenes Enzym im Zuckerstoffwechsel.
    • Tumor-Zellen können Nagalase bilden.
    • Gc-MAF ist ein Makrophagen-aktivierender (immun- stimulierender) Faktor.
    • Gc-MAF wird aus Gc-Protein gebildet.
    • Die von Tumoren gebildete Nagalase kann die Bildung des immunstimulierenden Faktors Gc-MAF aus Gc-Protein verhindern.
    • Künstlich hergestelltes Gc-MAF wird als immunstimulierende Substanz eingesetzt.
    • Der Nagalase Test wird durchgeführt, um zu prüfen, ob eine Gc-MAF Therapie sinnvoll sein könnte („Therapie-Indikation“) und um die Wirkung einer Gc-MAF-Therapie zu verfolgen („Monitoring“).
    • Weitere Mess-Werte können bei einer Gc-MAF Therapie von Bedeutung sein: Vitamin D-Spiegel und Calcium-Wert im Blut, die genetische Variante des Vitamin D-Rezeptors und der Serum- Spiegel des löslichen uPA-Rezeptors.

    2. Was ist „Nagalase“?

    Die sog. „Nagalase“ ist ein körpereigenes Enzym, welches im Zucker- Stoffwechsel eine Rolle spielt. Der wissenschaftlich korrekte Name ist „N-Acetyl-Galaktosaminidase“. Nagalase kann bestimmte Zucker- Moleküle, nämlich das sog. N-Acetyl-Galaktosamin, aus großen Molekülen abspalten.

    Yamamoto und Kollegen konnten zeigen, dass Tumore vermehrt Nagalase ausschütten. Entsprechend wurde auch gefunden, dass Tumor-Erkrankungen mit einem erhöhten Nagalase-Wert im Serum verknüpft sind („Tumor-Marker“). Aber auch bei einigen anderen Erkrankungen wurden erhöhte Nagalase-Werte gefunden.

    Der von Tumoren produzierten Nagalase wurde eine unterdrückende Wirkung auf das Immunsystem zugeschrieben; medizinisch als „immun-supprimierende Wirkung“ bezeichnet. Die Nagalase- vermittelte Immun-Suppression bei Tumorerkrankungen trägt vermutlich dazu bei, das Wachstum des bestehenden Tumors und die Ausbildung von Metastasen zu fördern.

    Die immunsupprimierende Wirkung von Nagalase wird dadurch erklärt, dass Nagalase die Bildung des immunstimulierenden Faktors Gc-MAF aus Gc-Protein verhindert. „MAF“ steht für „Makrophagen- Aktivierender Faktor“. Makrophagen sind sog. „Fress-Zellen“ der Immun-Abwehr.

    3. Wie stellt man sich die Inaktivierung von Gc-MAF durch Nagalase vor?

    Gc-MAF wird aus Gc-Protein gebildet.

    Durch das Enzym „Nagalase“ wird die Zucker-Seitenkette des Gc- Proteins komplett abgespalten: das derart veränderte Gc-Protein kann nicht mehr in Gc-MAF überführt werden.

    Mit anderen Worten: Die Wirkung von Nagalase auf Gc-Protein führt dazu, dass Gc-MAF nicht mehr gebildet werden kann.

    Insofern wird der durch Tumoren gebildeten Nagalase eine immun- supprimierende Wirkung zugesprochen; also eine Wirkung, die zur Unterdrückung einer Immunantwort führt.

    4. Nagalase Test : Was ist das?

    Es gibt Testverfahren, mit denen die Aktivität der Nagalase im Serum bestimmt werden kann. Dabei wird aus einer Serumprobe die Nagalase isoliert und die Enzym-Aktivität vermessen.

    Diese Verfahren bezeichnet man als Nagalase Test.

    Erhöhte Nagalase-Werte im Blut wurden bei vielen Erkrankungen, insbesondere aber bei Tumor-Erkrankungen beschrieben.

    Erhöhte Nagalase-Werte werden zur Entscheidung für eine Gc-MAF-Therapie herangezogen („Therapie-Indikation“).

    Ein Abfall der Nagalase-Werte wird als Hinweis auf einen Therapie- Erfolg, insbesondere bei der Therapie mit Gc-MAF, gewertet („Therapie-Monitoring“).

    5. Ich möchte den Nagalase Test durchführen lassen? Wie geht das?

    Für den Nagalase Test wird eine Blutprobe (Serum) abgenommen und eingeschickt. Hinweise zur Proben-Abnahme finden Sie weiter unten.

    Ein Anforderungsformular für die eigentliche Untersuchung finden Sie am Ende der Broschüre.

    6. Was kostet der Nagalase Test und wie wird der Nagalase Test abgerechnet?

    Die Abrechnung erfolgt für Privatpatienten nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

    Leider wird dieser Nagalase Test zurzeit von gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen und muss ggf. vom Patienten selbst bezahlt werden. Der Preis für Selbstzahler beträgt € 67,04 und entspricht dem einfachen Satz der GOÄ.

    7. Künstlich hergestellter Gc-MAF zur Behandlung von Erkrankungen

    Nachdem die Makrophagen-aktivierende Wirkung des Gc-MAF beschrieben worden war, wurden auch Verfahren entwickelt, um Gc-MAF künstlich herzustellen und als immun-stimulierende Substanz anzuwenden.

    Dabei profitiert dieser Therapie-Ansatz davon, dass künstlich hergestelltes Gc-MAF von der Serum-Nagalase nicht abgebaut werden kann.

    Man hat deshalb Therapieverfahren entwickelt, bei denen GcMAF künstlich im Labor (in vitro) hergestellt wird und dann Patienten verabreicht wird.

    8. Welche weiteren Mess-Werte können bei einer Gc-MAF-Therapie noch von Bedeutung sein?

    Vitamin D-Spiegel und Serum Calcium

    Die optimale Wirkung einer Gc-MAF-Therapie scheint abhängig zu sein von einem optimalen Vitamin D-Spiegel. Empfohlen werden Werte zwischen 30 und 70 μg/L.

    Insofern wird empfohlen vor Gc-MAF-Therapie den Vitamin-D-Wert im Serum zu bestimmen und ggf. eine Therapie mit der Gabe von Vitamin D zu ergänzen.

    Parallel wird empfohlen, die Serum-Calcium Werte zu bestimmen, um bei einem erhöhten Serum-Calcium-Spiegel die Vitamin D-Dosis zu reduzieren.

    Von einigen Autoren wurde beschrieben, dass die Wirkung von Gc-MAF von genetischen Varianten des Vitamin-D-Rezeptors abhängt; den sog. „VDR-Genotypen“. Insbesondere die VDR-Varianten „Fok 1“ und „Bsm1“ wurden untersucht.

    Am besten scheint der Genotyp FF/bb auf eine Gc-MAF-Therapie anzusprechen, gefolgt von Ff/Bb. Der Genotyp Ff/BB scheint am schlechtesten anzusprechen.

    Die Information zum VDR-Genotyp wurde deshalb bei der Gc-MAF-Therapie für die Festlegung der Dosis herangezogen.

    uPA-Rezeptor (uPA-R) im Serum

    Es gibt Publikationen, die eine Rolle des sog. „uPA-Rezeptors“ (uPA-R) bei dem invasiven Wachstum von Tumoren und der Bildung von Metastasen nahelegen. Der Serumspiegel von löslichem uPA-R wurde als Prognose-Faktor für Tumoren beschrieben.

    Insbesondere wurde ein Zusammenhang zwischen Gc-MAF-Wirkung und uPA-R bei Tumoren beschrieben: Gc-MAF reduzierte die Menge des von Tumorzellen freigesetzten uPA-R.

    Einige Wissenschaftler empfehlen deshalb die Bestimmung des uPA-R im Serum im Rahmen einer Gc-MAF Therapie bei Tumorerkran- kungen.

    Genetik des Gc-Proteins

    Auch für das Gc-Protein werden genetische Varianten beschrieben. Inwieweit diese bei der Optimierung einer Gc-MAF-Therapie eine Rolle spielen ist noch Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen.

    9. Literatur

    Yamamoto 
    Immunotherapy for prostate cancer with Gc-protein-derived macrophage- activating factor, gcMAF
    Transl Oncol (2008a) 1: 65-72

    Yamamoto
    Immunotherapy of metastatic colorectal cancer with vitamin D-binding protein-derived macrophage-activating factor, GcMAF
    Cancer Immunol Immunother (2008b) 57: 1007-1016

    Diese Arbeit wurde vom Editor-In-Chief der Zeitschrift zurückgezogen “due to irregularities in the documentation for institutional review board approval

    Yamamoto 
    Immunotherapy of metastatic breast cancer patients with vitamin D-binding protein-derived macrophage activating factor (GcMAF)
    Int J Cancer (2008c) 122: 461-467

    Diese Arbeit wurde vom Editor-In-Chief der Zeitschrift zurückgezogen “due to irregularities in the documentation for institutional review board approval

    Thyer 
    A novel role for a major component of the vitamin D axis: vitamin D binding protein-derived MAF induces human breast cancer cell apoptosis through stimulation of macrophages
    Nutrients (2013) 5: 32577-2589

    Korbelik
    The value of serum alpha-N-acetylgalactosaminidase measurement for the assessment of tumor response to radio- and photodynamic therapy
    Br J Cancer (1998) 77(6): 1009-1014

    Wang
    Schindler Disease: the molecular lesion in the alpha-N-acetylgalactosaminidase gene that causes an infantile neuroaxonal dystrophy
    J Clin Invest (1990) 86: 1752-1756

    Reddi 
    Serum alpha-N-acetylgalactosaminidase is associated with diagnosis/prognosis of patients with squamous cell carcinoma of the uterine cervix
    Cancer Letters (2000) 158: 61-64

    Kisker
    Vitamin D binding protein-macrophage-activating-factor (DBP-maf) inhibits angiogenesis and tumor growth in mice
    Neoplasia (2003) 5: 32-40

    Saharuddin
    Tumor cell alpha-N-acetylgalactosminidase activity and its involvement in GcMAF-related macrophage activation
    Comparative Biochemistry and Physiology Part A (2002) 132: 1 – 8

    Thyer 
    Therapeutic effects of highly purified de-glycosylated GcMAF in the immunotherapy of patients with chronic diseases
    Am J Immunol (2013) 9: 78-84

    Gregory
    Vitamin D binding protein-MAF directly inhibits proliferation, migration, and uPAR expression of prostate cancer cells PLoS ONE (2010) 5: e13428

    Benis and Schneider
    The effects of vit. D binding protein MAF and colony-stimulation factor-1 on hematopoietic cells in normal and osteopetrotic rats
    Blood (1996) 88: 2898 -2905

    Fabris
    Role of angiotensin-converting enzyme and vitamin D receptor gene polymorphisms in cancer anorexia-cachexia syndrome
    Am J Immunol (2012) 8: 65-70

    Uto
    GcMAF: our next-generation immunotherapy Nature (2012) 485: S67-S70

    Nagasawa
    Association of the macrophage activating factor (MAF) precursor activity with polymorphism in vitamin D-binding protein
    Anticancer Res (2004) 24: 3361-3366

    Thyer 
    Gc protein-derived macrophage-activating factor decreases alpha-N- acetylgalactosaminidase levels in advanced cancer patients OncoImmunology (2013) 2: e25769

    Kuchiike 
    Degalactosylated/desialylated human serum containing GcMAF induced macrophage phagocytic activity and in vivo antitumor activity Anticancer Res (2013) 33: 2881-2886

    Inui 
    Clinical experience of intergrative cancer immunotherapy with GcMAF Anticancer Res (2013) 33: 2917-2920

    Yamamoto 
    Prognostic utility of serum alpha-N-acetylgalactosaminidase and immunosuppression resulted from deglycosylation of serum Gc protein in oral cancer patients
    Cancer Res (1997) 57: 295-299

    10. Erklärung wichtiger Begriffe

     

    Bsm1 Bsm1 bezeichnet eine genetische Variante des Vitamin D-Rezeptors. Für diese Variante sind drei Formen bekannt: BB, Bb, bb.
    DBP s. Gc-Protein
    Galaktosamin Ein chemisch definiertes Zucker-Molekül.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Galaktosamin
    Galaktose Ein chemisch definiertes Zucker-Molekül.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Galactose
    Galaktosidase Ein Enzym, das Galaktose abspaltet.
    Fok1 Fok1 bezeichnet eine genetische Variante des Vitamin D- Rezeptors. Für diese Variante sind drei Formen bekannt: FF, Ff, ff.
    Gc-MAF Auch vielfach als „GcMAF“ abgekürzt ist ein Makrophagen-aktivierender Faktor, der durch teilweise Abspaltung der Zucker-Seitenkette aus Gc-Protein gebildet wird. Aus der Trisaccharid-Seitenkette des Gc- Proteins wird Galaktose und Sialin-Säure, es verbleibt N- Acetylgalaktosamin.
    GcMAF s. Gc-MAF
    Gc-Protein Gc- Protein ist ein Serumprotein, welches die Fähigkeit besitzt Vitamin D zu binden. Aus diesem Grund wird es auch als Vitamin D-bindendes Protein (DBP) bezeichnet. Gc-Protein besitzt eine aus drei Zuckern bestehende Seitenkette; diese drei Zucker sind eine Galaktose, eine Sialinsäure und ein N-actely-galaktosamin. http://de.wikipedia.org/wiki/Vitamin-D-bindendes_Protein
    GOÄ Amtliche Gebührenordnung für Ärzte; gilt für die Leistungsabrechnung bei privat versicherten Patienten.
    Immunsuppression Suppression bedeutet Unterdrückung und Immunsuppression bezeichnet die Unterdrückung einer Immunantwort durch unterschiedliche Mechanismen, wie Krankheiten, Behandlung mit „immunsuppressiven“ Medikamenten oder bestimmte Umwelt-Einflüsse. Der von Tumor-Zellen gebildeten „Nagalase“ wird ebenfalls eine immunsuppressive Wirkung zugesprochen.
    MAF Abkürzung für Makrophagen-aktivierender Faktor. Es gibt mehrere Faktoren die Makrophagen aktivieren können; Gc-MAF ist einer davon.
    Makrophagen Makrophagen (aus dem Griechischen frei übersetzt: „Große Fresser“) sind Fress-Zellen des Immunsystems und spielen eine Rolle bei einer Abwehr-Reaktionen des Körpers, insbesondere bei der Immun-Antwort. http://de.wikipedia.org/wiki/Makrophagen
    Nagalase Die sog. „Nagalase“ ist ein körpereigenes Enzym, welches im Zucker-Stoffwechsel eine Rolle spielt. Der wissenschaftlich korrekte Name ist „N-Acetyl- Galaktosaminidase“. Nagalase kann bestimmte Zucker- Moleküle, nämlich das sog. N-Acetyl-Galaktosamin, aus großen Molekülen abspalten.
    Sialidase Ein Enzym, das Sialin-Säure abspaltet.
    Sialin-Säure Ein chemisch definiertes Zucker-Molekül.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sialins%C3%A4ure
    VDR Abkürzung für Vitamin D-Rezeptor. Der VDR ist ein zelluläres Molekül und bindet Vitamin D. Durch diese
    Bindung werden die Effekte des Vitamin D auf die Zelle vermittelt. http://de.wikipedia.org/wiki/Vitamin-D-Rezeptor
    uPA Abkürzung für Urokinase-typ Plasminogen Aktivtator, auch als „Urokinase“ bezeichnet. Diesem Molekül wird
    eine Rolle zugesprochen bei dem invasiven Wachstum von Tumoren und der Bildung von Metastasen. http://de.wikipedia.org/wiki/Urokinase
    uPA-R Abkürzung für „uPA-Rezeptor“. Dieses Molekül auf der Oberfläche von Zellen - auch von Tumorzellen - bindet
    uPA und wird als ein wichtiges Molekül bei dem invasiven Wachstum von Tumoren und der Bildung von Metastasen angesehen.Ein Teil des von Tumorzellen gebildeten uPA-R wird von der Tumorzelle freigesetzt und kann im Serum als sog. „löslicher uPA-R“ nachgewiesen werden. Der Serum- Spiegel des löslichen uPA-R wird als Tumor-Marker angesehen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Urokinase

    11. Hinweise zur Proben-Gewinnung für den Nagalase Test

    Der Nagalase Test wird an einer Serum-Probe durchgeführt, wie in den Originalarbeiten von Yamamoto et al. (s.o. unter „Literatur“) beschreiben.

    Für die Untersuchung ist mindestens 1 ml Serum notwendig.

    Durch Venen-Punktion wird vom Patienten Vollblut abgenommen: aus dem Vollblut wird durch Gerinnung und anschließende Zentrifugation Serum gewonnen. Der Patient sollte nüchtern sein.

    Um den Einfluss einer transportbedingten Hämolyse zu vermeiden, das Serum bitte nach Abnahme mit dem Serum-Röhrchen (z.B. Serum-Gel-Monovette von Sarstedt oder Serum Vacutainer von BD) und nach Zentrifugation in ein neutrales Röhrchen überführen zum Verschicken.

    Serum Gel-Monovetten werden 10 Minuten bei 2.500 x g zentrifugiert (Hinweise zur Zentrifugation s.u.)

    Die Serum-Gel-Monovetten sollten die ersten 15 Minuten nach der Blutentnahme stehend zur Gerinnung gelagert werden, da es sonst zu einer „Wurst-Bildung“ kommt. Diese Wurst-Bildung verhindert – besonders bei starren Rotoren – bei der Zentrifugation die Ausbildung der Gel-Trennschicht und damit die optimale Trennung von Blutkuchen und Serum.

    WICHTIG: Trübe Seren (Lipide?) und hämolytische Seren (Rot-färbung) können im Nagalase-Test nicht analysiert werden. Deshalb empfiehlt sich (wie oben bereits erwähnt) die Abnahme beim nüchternen Patienten.

    Das abgefüllte Serum bitte mit dem ausgefüllten Anforderungsschein (s.u.) in einem stabilen Transport-Behälter per Post an folgende Adresse schicken:

    Praxis
    Prof. Dr. med. M. Kramer
    Postfach 103320
    D-69023Heidelberg
    Wenn Sie einen Kurierdienst nutzen, bitte weiterhin die Hausanschrift der Praxis angeben:

    Mönchhofstraße 52 D-69120 Heidelberg
    Kontakt:
    Tel.: 06221 4340 963
    Fax: 06221 4340 964

    12. Hinweise zur Zentrifugation von Gel-Monovetten

    Die zur Erreichung der G-Zahl (relative Zentrifugalbeschleunigung [RZB]) notwendige Drehzahl hängt vom Radius der Zentrifuge ab. Wenn „r“ der Radius in cm und „n“ die Umdrehungen /min sind, gilt für die relative Zentrifugalbeschleunigung (RZB) in „g“ (DIN 58970-2) folgende Gleichung:

    RZB [g]= 0,00001118 x r n2
    So werden z.B. bei einer Labofuge 200 von Heraeus (Radius 9,65 cm) 2.500 x g etwa mit einer Drehzahl von 5.000/min erreicht.

    Auf der Internetseite der Firma Sarstedt (www.sarstedt.com; Abb. 2 s.u.) finden Sie die Informationen zu den Abnahme-Röhrchen und einen Rechner, mit dem Sie die notwendige Drehzahl Ihrer Zentrifuge ermitteln können.

    Nach der Zentrifugation sollte die Gel-Schicht über dem ganzen Blutkuchen liegen und keine Verbindung mehr zwischen Blutkuchen und Serum bestehen. Dies ist bei Ausschwing-Rotoren immer gewährleistet.

    Bestehen nach der Zentrifugation Zweifel, ob die Gelschicht den Blutkuchen sicher vom Serum trennt, sollte das Serum in ein neutrales Röhrchen umgefüllt werden, durch abpipettieren oder abkippen. Dies wird insbesondere bei starren Rotoren empfohlen.

    Nagalase Test

    Quelle: www.sarstedt.com

    Nagalase Test

    Quelle: www.sarstedt.com

    Download: Info Praxis Dr. Kramer Heidelberg – Postfach für Proben

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    Download: UA-005 Nagalase Test 16.09.2013

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    Download: UA-005 Nagalase Test 16.09.2013

    Download “UA-005_Nagalase_16.09.2013” UA-005_Nagalase_16.09.2013.pdf – 3433-mal heruntergeladen – 32 KB

    Weiterführende Links zum Thema Nagalase:

    Gentherapie – Hoffnung auf Heilung

    https://youtu.be/Icp_1lZhZc8

    Eine Studie aus den USA sorgt für Aufsehen.

    Viele Patienten konnten durch Gentherapie von Leukämie geheilt werden. Aber wie funktioniert dieses Verfahren? odysso erklärt, wie genau die Therapie im Körper wirkt und ob möglicherweise Risiken und Folgen beim Eingreifen in die menschliche Erbinformation bestehen.

    Die Gentherapie können Sie bei uns bestellen.

    Individuelle Tumor Vakzine für Patienten

    Individuelle Tumor Vakzine für Patienten

    Entwicklung der Autologen Tumor Vakzine

    Wir organisieren die Herstellung „Autologer Tumor Vakzine“, die aus Tumorgewebe von Patienten als individueller Impfstoff bereitgestellt werden.
    Für die Tumorimmuntherapie gibt es eine Reihe von Methoden. Die „Autologe Tumor Vakzine (AFTVac)“ ist eine maßgeschneiderte, individuelle Tumorimmuntherapie, bei der Tumorgewebe des Patienten, dass im Rahmen einer Operation gewonnen wurde, verwendet und auf eine spezielle Art und Weise für die individuelle Impfung verarbeitet und dann verabreicht wird.

    Autologen Tumor Vakzine

    Ausgangsmaterial für die Herstellung der „Autologen Tumor Vakzine“ ist formalinfixiertes Gewebe aus der pathologischen Probe, die im Rahmen einer Operation entnommen wurde (in Paraffin eingebettetes Gewebe kann ebenfalls verwendet werden). Unbehandeltes Tumorgewebe oder vereinzelte Tumorzellen werden nicht benötigt. Cell-medicine Inc. ist das einzige Unternehmen, das „Autologe Tumor Vakzine“ aus Resttumorgewebe der pathologischen Proben fertigen kann.

    Wenn „Autologe Tumor Vakzine“ verabreicht wird, werden die Immunzellen des Patienten im eigenen Körper aktiviert und vernichten aktiv die Tumorzellen. Wenn die Immunzellen die unsichtbaren, kleinen Tumorzellen vernichten, die im Rahmen der Operation nicht mit entfernt worden sind, dann kann ein Rezidiv verhindert und einer schleichenden Metastasierung vorgebeugt werden. So kann eine Therapie auf verbliebenes Resttumorgewebe gezielt eingeleitet werden.

    Entwicklungsgeschichte der Tumorimmuntherapie

    1993 Entwicklung der LAK-Therapie
    1994 Erstmalig in der Welt Erfolge in der Kultur von induzierten CTL aus
    humanem Kapillarblut
    1995 Erstmalig Erfolge in der Kultur von so induzierten Lymphozyten (CTL) aus formalinfixiertem Gewebe, dass nur Tumorzellen vernichtet werden
    2001 Gründung der Cell-Medicine Inc.
    2002 Erstmalig Erfolge in der Kultur von natürlichen Killerzellen (NK) aus humanem Kapillarblut
    2002 Entwicklung der Autologen Tumor Vakzine aus formalinfixiertem Gewebe
    2004 Veröffentlichung klinischer Testergebnisse nach Lebertumoroperation in Clin. Cancer Res.
    2007 Klinische Testergebnisse zur Vermeidung von Rückfällen bei Glioblastom in Cancer Sci. veröffentlicht
    2011 Klinische Testergebnisse zur Vermeidung von Glioblastomen in Neurosurg. veröffentlicht

    Merkmale der Autologen Tumor Vakzine

    Wissenschaftliche Evidenz

    Wir sammeln wissenschaftliche Belege durch Prüfung von Therapieergebnissen in durchgeführten klinischen Studien in gemeinsamer Entwicklung mit verschiedenen Universitätskliniken.

     

    Basistherapie zur ambulanten Durchführung

    Die Autologe Tumor Vakzine kann ambulant geimpft werden. Hierfür ist eine stationäre Aufnahme nicht erforderlich. Zu einer Basistherapie gehören insgesamt fünf Verabreichungen, zwei Immun-Response Tests (Intrakutan-Tests) und drei Impfungen mit den eigentlichen Vakzinen.

    In der Regel wird die Autologe Tumor Vakzine alle zwei Wochen (bei hohem Zeitdruck jede Woche oder alle 10 Tage) intrakutan an fünf Stellen geimpft. Die gesamte Behandlungsdauer beträgt sechs Wochen, sie ist grundsätzlich eine einmalige Therapie. Eine Wiederholung der Verabreichung ist nicht notwendig, wie bei anderen Immunzelltherapien oder bei zytostatischen Therapien.

     

    Keine schweren Nebenwirkungen

    Bis zum heutigen Tage sind keine größeren Nebenwirkungen bekannt geworden. Nebenwirkungen sind beispielsweise Hautablösungen an den Einspritzstellen, wie nach einem Sonnenbrand, oder vorübergehendes Fieber.

     

    Klinische Studien

    • Lebertumor (Jpn. J. Cancer Res. 93: 363-368, 2002)
    • Lebertumor (Clinical Cancer Research, 10: 1574-1579, 2004)
    • Gehirntumor (Cancer Sci., 98: 1226-1233, 2007)
    • Gehirntumor (J. Neurosurg., 115: 248-255, 2011)

     

    Forschungsinstitute in Zusammenarbeit mit uns

    • University of Tsukuba
    • Kanasawa University
    • Tokyo Women’s Medical University Hospital
    • Oita University

     

    Nutzung formalinfixierten Gewebes

    Formalinfixiertes Gewebe dient als Ausgangsstoff

    Pt.46C und Pt.46N sind Nierentumorzellen (Pt.46C) und normale Nierenzellen (Pt.46N), die aus derselben Niere gewonnen und getrennt wurden. GT3TKB, TUHR3TKB und TUHR4TKB sind fremde Tumorzellen vom selben Genotyp mit demselben MHC-Klasse I-Proteinkomplex (HLA A2402). Zu diesen Zellen wurden einmal zytotoxische T-Lymphozyten [CTL(fix)] hinzugegeben, die mit formalinfixiertem Gewebe auf die Vernichtung von Pt.46C konditioniert worden sind und einmal patienteneigene zytotoxische T-Lymphozyten [CTL(live)], die mit nicht formalinfixiertem Gewebe auf die Vernichtung von Pt.46C konditioniert worden sind. Als Ergebnis sehen wir, dass die Tumorzellen Pt.46C vernichtet werden und die normalen Nierenzellen Pt.46N nicht angegriffen werden. Die Fremdzellen vom Typ OS-RC-2, die nicht denselben MHC-Klasse I-Proteinkomplex besitzen, werden als Nierentumorzellen nicht angegriffen.

    Vorteile der Nutzung eigenen Gewebes

    Je mehr Tumorantigene, desto besser

    Im normalen Ablauf werden Tumorantigene in die das Antigen präsentierenden Zellen aufgenommen und in der Folge werden sie in Peptide mit einer Kettenlänge von 9 – 10 Aminosäuren abgebildet, die die Antigenmerkmale der Tumorzellen an die Lymphozyten weitergeben. Unter diesen Peptiden gibt es solche, die das Antigen besser und solche, die es schlechter charakterisieren.

    Unter den verschiedenen CEA-Werten, typischen Tumormarkern für Darm- oder Magentumoren, stellen die rot hervorgehobenen in nebenstehender Abbildung die charakteristischeren Marker für Tumoren dar. Natürlich können auch die anderen Marker als Marker für die Tumorzellantigene Verwendung finden.

    Wenn man die Anti-Tumor-Aktivitäten prüft, indem man die Peptide aus der Gruppe der CEA-Peptide zur Konditionierung der CTL verwendet, findet man heraus, dass die CTL besonders starke Anti-Tumor-Aktivitäten zeigen, wenn das CEA-Peptide verwendet wird, das rot markiert ist. Im Vergleich zu dem rot markierten CEA-Peptid zeigen die orange markierten Marker zwar eine geringere Charakterisierung, sind aber im Vergleich zu negativen Regulatoren (FLU38) besser geeignet.


    Unterstützende Effekte nach Lebertumoroperation

    Rückfallrisiko bei Lebertumoren um bis zu 81 % reduziert

    Ein Lebertumor zeigt eine hohe Rezidivrate auch nach Operation. Es gibt dagegen keine effektiven Therapien (Rückfallrate von 41 % innerhalb eines Jahres nach Operation: 1992-95, Takayama et al.).

    Um die Rückfall-hemmende Wirkung der Autologen Tumor Vakzine zu prüfen, wurde eine randomisierte Studie als Phase II-spätklinische Studie durchgeführt. So wurde ermittelt, dass ein Rezidivrisiko um 81 % reduziert werden kann und in der Fachpublikation der Amerikanischen Gesellschaft für klinische Onkologie (Clinical Cancer Research, 10: 1574-1579, 2004) veröffentlicht.

     

    Die rote Linie zeigt die Ergebnisse für die Gruppe der Patienten, denen eine Impfung mit Autologer Tumor Vakzine verabreicht wurde, die blaue Linie zeigt die Ergebnisse der Vergleichsgruppe, die im selben Zeitraum wegen eines Lebertumors operiert wurden. Im Vergleich zu den 21 Probanden der Vergleichsgruppe sind die 18 Probanden, denen eine Impfung mit Autologer Tumor Vakzine verabreicht wurde, um 81 % seltener von Rezidiven des Lebertumors betroffen, in der Nachuntersuchung nach 15 Monaten (mittlerer Wert). Die Statistik enthält einen prognostischen Faktor (p=0,003).

    Die rote Linie zeigt die Ergebnisse für die Gruppe der Patienten, denen eine Impfung mit Autologer Tumor Vakzine verabreicht wurde, die blaue Linie zeigt die Ergebnisse der Vergleichsgruppe, die im selben Zeitraum wegen eines Lebertumors operiert wurden. Die Ordinate zeigt die Überlebensrate. Es gab 8 (38 %) von 21 Fällen in der Kontrollgruppe, die im Testzeitraum verstorben sind, dagegen gab es nur einen Fall (6 %) von 18 bei Verabreichung von Autologen Tumor Vakzinen. Die Statistik enthält einen prognostischen Faktor (p=0,01).

    Therapeutischer Effekt bei rezidivierenden malignen Hirntumoren

    Therapie beim „Glioblastoma multiforme“ (GBM)

     

    Hintergrund
    • 5 – Jahresüberlebensrate: 8 % (Landesweite Statistik über Hirntumoren Vol. 9, 1996)
    • Erfolgsrate einer Standardtherapie (Temozolomid) der rezidivierenden GBM: 7 % (J Neurooncol., 81: 271-277, 2007)
    • Mittlerer Wert der Gesamtüberlebenszeit unter Standardtherapie (Temozolomid und Bestrahlung): 14,6 Monate (N Engl J Med., 352: 987-996, 2005)

     

     

    Es ist ersichtlich, dass der Hirntumor im Verlaufe von mehreren Monaten bis über einem Jahr allmählich kleiner wird, obwohl nur ein Therapiezyklus der Autologen Tumor Vakzine verabreicht wurde.

    Erfolgsrate (CR + PR) Mittlerer Wert der Gesamtüberlebenszeit
    Effekte der Verabreichung Autologer Tumor Vakzine 17% 24 Monate

    Einfache Durchführung in der Praxis oder im Krankenhaus

    Weil eine Therapie mit Analoger Tumor Vakzine im Vergleich zu den anderen Tumorimmuntherapien viel einfacher ist, setzt sie sich immer mehr in großen Krankenhäusern und auch kleineren Einheiten durch.

    Die Zunahme der Arbeitsteilung zwischen großen Einheiten, wie etwa Universitätskliniken und Schwerpunktkrankenhäusern, die die Tumoroperationen durchführen, mit kleineren Einheiten, wie Praxiskliniken und Praxen, die die nachsorgenden Impfungen betreuen und bei Bedarf die Patienten zurücküberweisen, optimiert die Effizienz.

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